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Kritik

Der neue Eberhofer überzeugt

„Sauerkrautkoma“ ist urig, derb und witzig. Dieses Mal kommt der Krimi mit einem soliden Mord und etwas Herzschmerz daher.

In „Sauerkrautkoma“ verlässt Eberhofer das erste Mal seine Heimat Niederkaltenkirchen.
In „Sauerkrautkoma“ verlässt Eberhofer das erste Mal seine Heimat Niederkaltenkirchen.

Dorfpolizist Franz Eberhofer hat mal wieder jede Menge Probleme: Er wird gegen seinen Willen befördert und muss deswegen nach München gehen, wo er in eine WG mit seinem exzentrischen Kumpel Rudi zieht und ausgerechnet seine Rivalin Thin Lizzy seine Vorgesetzte ist. Zum Glück gibt es bald einen Grund, nach Niederkaltenkirchen zurückzukehren: Im Auto seines Vaters wird eine Leiche gefunden und ein alter Bekannter, der Geschäftsmann Karl-Heinz Fleischmann, macht sich an Franz‘ Freundin Susi ran. Vielleicht wird es also Zeit für den Heiratsantrag, vor dem sich der Cop schon so lange drückt…

Die Bewertung

Eberhofer verlässt das erste mal seine Heimat, die Provinz – und das tut dem Film gut. Der innerbayerische Culture Clash mit der Großstadt sorgt immer wieder für Lacher. Feingeister werden sich mit dieser Art von Humor jedoch schwer tun. Es wird mit plumpen Klischees gearbeitet und ist oft derb. Trotzdem kann man sich als Bayer einfach gut mit den urigen Charakteren identifizieren. Außerdem kommt Sauerkrautkoma endlich wieder mit einer soliden Krimi-Geschichte daher. Das Debakel um Eberhofers Freundin Susi und seinen Nebenbuhler liefert zudem genau die richtige Prise Romantik.

Fakten

„Sauerkrautkoma“ dauert etwa 94 Minuten. Die DVD erscheint am 14. Februar und ist für 13 Euro zu haben. Eine Blu-ray kostet 15 Euro. Sauerkrautkoma ist die Verfilmung zum gleichnamigen Buch von Rita Falk und der fünfte Teil nach „Dampfnudelblues“, „Winterkartoffelknödel“, „Schweinskopf al dente“ und „Grießnockerlaffäre“. Der Hauptdarsteller Franz Eberhofer wird gespielt von Sebastian Bezzel. Im August diesen Jahres kommt der nächste Teil in die Kinos: „Leberkäsjunkie“. Dann muss Franz Eberhofer nicht nur gegen einen Mörder, sondern auch gegen seinen Cholesterinspiegel vorgehen. (li)

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