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Musik

Die ganze Pracht der Orgel

Im Regensburger Dom ist die Königin der Instrumente in allen Facetten zu erleben. Die Reihe startet am 23. Mai.

Die Orgel im Regensburger Dom: Meisterinterpreten bestreiten die diesjährige Reihe der Domkonzerte – immer Mittwoch, 20 Uhr. Foto: Michael Vogl/Archiv
Die Orgel im Regensburger Dom: Meisterinterpreten bestreiten die diesjährige Reihe der Domkonzerte – immer Mittwoch, 20 Uhr. Foto: Michael Vogl/Archiv

23. Mai: Alte Musik, Spätromantisches und Filmmusik


Junge Organisten der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik bestreiten zum Auftakt bei einem Sonderkonzert am 23. Mai ein vielfältiges Programm aus Alter Musik, Spätromantischem, Musik des Impressionismus, der Moderne und Zeitgenössischem. Das Spektrum reicht von klassischen Toccaten über Sinfonisches bis hin zu Filmmusik. Interpreten sind Samuel Pinto, Maximilian Wolf, Thomas Aumer, Florian Schuster und Raphael Vogl. Als Uraufführung ist Tschaikowskys Andantino in modo di canzona (aus der 4. Sinfonie f-Moll Op. 36) in der Transkription von Maximilian Wolf zu hören.

6. Juni: Franz Josef Stoiber spielt Meisterwerke der Orgelliteratur


Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber lotet am 6. Juni unter dem Titel „Meisterwerke der Orgelliteratur“ die Klangmöglichkeiten und die Farbenpracht der Orgel aus, mit barocken Sätzen von Johann Sebastian Bach, einem mitreißenden Stück des Iren Charles Stanford und schillernden Werken zweier Vertreter der französischen Orgelschule der Moderne: Maurice Duruflé und Marcel Dupré.

Professor Franz Josef Stoiber beschließt die Konzertreihe im Dom unter dem Titel „Faszination Orgelimprovisation“. Foto: Michael Vogl/Archiv
Professor Franz Josef Stoiber beschließt die Konzertreihe im Dom unter dem Titel „Faszination Orgelimprovisation“. Foto: Michael Vogl/Archiv

13. Juni: Halgeir Schiager aus Oslo spielt Raritäten


Norwegische (An-)Klänge und Impulse der Leipziger Schule sind beim Konzert am 13. Juni mit dem Organisten Halgeir Schiager aus Oslo zu hören. Er macht Einflüsse deutscher Kompositionsschulen auf norwegische Werke hörbar, außerdem zeigt er anhand einer Sonate von Joseph Rheinberger, wie man sich im deutschen Historismus skandinavische Klanglichkeit vorstellte. Hierzulande selten gehörte Orgelwerke norwegischer Tonsetzer heben das Konzert in den Rang einer Rarität.

20. Juni: Laszlo Fassang beschreibt ein Bild von Böcklin


Unter dem Titel „Structure and pittoresque“ ist am 20. Juni ein Programm mit deutschen, ungarischen und französischen Orgelwerken zu erleben. Bekannte und populäre Kompositionen wie Franz Liszts Praeludium und Fuge über B-A-C-H kontrastiert der ungarische Organist Laszlo Fassang mit einer reizvoll irisierenden Improvisation und einem Tongemälde, das mit musikalischen Mitteln ein Gemälde Arnold Böcklins beschreibt. Ein wirkmächtiger Satz von Alexandre Guilmant beschließt den Konzertabend.

27. Juni: vincent Dubois macht die Faszination Orgel erlebbar


Französische Orgelklassik und Bearbeitungen stehen im Mittelpunkt des Orgelkonzerts am 27. Juni. Was die „Faszination Orgel“ ausmacht, ist bei diesem Abend mit dem Organisten Vincent Dubois (Paris / Straßburg) geradezu exemplarisch zu erleben. Lyrische, rhapsodische, volksliedhafte, hymnische und hehr-sakrale Klanggebilde stehen Sätzen gegenüber, die das Instrument geradezu entfesselt zeigen. In einer abschließenden Improvisation zeigt sich die Regensburger Kathedralorgel als Instrument von europäischem Rang.

4. Juli: Burkhard Ascherl spielt Fantasiestücke

Wolfgang Amadeus Mozart, César Franck und Louis Vierne sind Namen, die bei Orgelkonzerten regelmäßig auftauchen. Organist Burkhard Ascherl aus Bad Kissingen hat zudem eine spannende Komposition von Naji Hakim ausgewählt, die eine Brücke zwischen Okzident und Orient baut. Hakim war Nachfolger von Olivier Messiaen als Organist an La Trinité in Paris und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

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11. Juli: Sebastian Küchler-Blessing interpretiert Choräle

Bach, Mendelssohn, Brahms, Liszt – fast ist man versucht, im Programm von Sebastian Küchler-Blessing aus Essen, das er für das Konzert am 11. Juli ausgewählt hat, eine Chronologie der deutschen Orgelschule zu lesen. Ein gemeinsamer Nenner ist in jedem Fall das Thema Choral und Choralbearbeitung, das die jeweilige Ausprägung dieser Gattung in Romantik und Spätromantik exemplarisch vorstellt. Eine Fehlfarbe stellt Bachs überirdisch schöne Chaconne dar; Busonis Bearbeitung des Violinstücks für Klavier hat der Organist selbst überzeugend für sein Instrument adaptiert.

18. Juli: Eberhard Lauer spielt Musik aus Frankreich


„Französisches Repertoire vom Barock zur Moderne“ ist das Konzert am 18. Juli überschrieben. Zu hören ist ein Programm mit ausschließlich französischer Orgelmusik. Das Bemerkenswerte an der Stückauswahl des Hamburger Organisten Eberhard Lauer: Er stellt herausragende Werke, die dezidiert zur musikalischen Ausgestaltung von Gottesdiensten geschrieben wurden, neben Orgelmusik, die ausdrücklich für den Konzertbetrieb geschaffen wurde. Mit diesem Konzert wird zudem die Vielseitigkeit der Regensburger Domorgel demonstriert, auf der sich Kompositionen aller Epochen adäquat darstellen lassen.

Dauerkarte kostet 30 Euro

  • Konzerte:

    Die Konzerte beginnen Mittwoch um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Tickets kosten fünf Euro, Besucher bis 16 Jahren sind frei. Die Dauerkarte für alle Konzerte kostet 30 Euro. Im Eintrittspreis ist das Programmbuch mit Beiträgen zu allen Interpreten enthalten. Der Dom ist während der Konzerte geschlossen.

  • Karten:

    Tickets sind erhältlich im Infozentrum Domplatz 5, Tel. (09 41) 597 16 62, in der Tourist Information im Alten Rathaus und an der Abendkasse. Es gibt keine nummerierten Plätze. Veranstalter ist das Domkapitel Regensburg KdöR, weitere Informationen: www.domorgel-regensburg.de.

25. Juli: Die Kunst der Improvisation


Unter dem Titel „Faszination Orgelimprovisation – die Kunst des Stegreifspiels“ gestaltet Franz Josef Stoiber das letzte Konzert der Reihe. Schon traditionell (und mit großem Zuspruch des Publikums) beschließt ein Improvisationskonzert des Domorganisten die Saison. Versiertheit in allen Stilen, Reaktionsvermögen und Erfahrung sind bei der Kunst des Stegreifspiels unerlässlich. Die Zuhörenden werden von den Klängen mitgenommen, getragen, ja, sie treiben mit im Strom der Töne, werden eins mit dem überwältigenden Raum und in einem transzendenten Sog förmlich aus der Zeit gerissen.

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