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Kultur
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Mode

Geplante Bruce-Weber-Schau in Hamburg abgesagt

Werbekampagnen für Calvin Klein und Ralph Lauren machten den amerikanischen Modefotografen Bruce Weber in den 80er Jahren berühmt. Nach Belästigungsvorwürfen ist eine geplante Ausstellung in Hamburg vorläufig abgesagt.

Belästigungsvorwürfe gegen den US-Modefotografen Bruce Weber. Foto: Gombert Schulze
Belästigungsvorwürfe gegen den US-Modefotografen Bruce Weber. Foto: Gombert Schulze

Hamburg.Nach Belästigungsvorwürfen gegen den US-amerikanischen Modefotografen Bruce Weber (71) haben die Hamburger Deichtorhallen eine für den Herbst geplante Ausstellung vorläufig abgesagt.

„So lange die Vorwürfe nicht geklärt sind, kann man so eine Ausstellung nicht machen“, sagte die Pressesprecherin Angelika Leu-Barthel am Donnerstag auf Anfrage. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über die Absage berichtet. Intendant Dirk Luckow ergänzte: „Jetzt müssen wir abwarten, was an den Vorwürfen dran ist.“ Weber habe ihm gegenüber seine Unschuld beteuert. „An einer Vorverurteilung des Künstlers wollen wir uns nicht beteiligen.“

Vom 25. Oktober bis zum 24. Februar 2019 wollte das Haus der Photographie der Deichtorhallen unter dem Titel „Far from Home“ eine große Ausstellung mit 300 Fotografien und Kurzfilmen des Starfotografen zeigen, die er auf seinen zahlreichen Reisen gemacht hat.

Weber, geboren 1946 in Pennsylvania, wurde in den 80er Jahren durch seine Werbekampagnen für Calvin Klein und Ralph Lauren berühmt. Häufig standen muskulös-sportliche Männer-Models im Mittelpunkt. Der Fotograf drehte auch stilprägende Musikvideos für die Pet Shop Boys, Chet Baker oder Chris Isaac.

Anfang der Woche hatten Männer dem Modefotografen sexuelle Belästigung vorgeworfen. Laut „New York Times“ soll Weber bei privaten Treffen mit Models und Assistenten nackte Atem- und Energieübungen angeregt habe. Weber habe dabei häufig gegen deren Willen die Hände der Männer in ihren Schritt geführt und auch seine. Weitergehende Belästigungen werden in dem Artikel nicht erwähnt.

Weber stritt die Vorwürfe in einem Statement seiner Anwälte ab.

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