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Goldene Palme für „Winter Sleep“

Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht an den türkischen Film „Winter Sleep“ von Nuri Bilge Ceylan. Auch Wim Wenders durfte feiern.

  • Der türkische Filmemacher Nuri Bilge Ceylan mit dem Präsidenten des Filmfestivals in Canne Gilles Jacob. Ceylans Film gewann in diesem Jahr die „Goldene Palme“. Foto: afp
  • Der französisch-brasilianische Regisseur Juliano Ribeiro Salgado (l.), der deutsche Filmemacher Wim Wenders und seine Frau Donata: Für den Film „The Salt of the Earth“ wurde Wenders mit dem Spezialpreis der Sektion „Un Certain Regard“ ausgezeichnet. Foto: dpa

Cannes.Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht in diesem Jahr an den türkischen Film „Winter Sleep“ von Nuri Bilge Ceylan. Das gab die Jury am Samstagabend zum Abschluss der 67. Festspiele bekannt. Der 55-jährige Regisseur seziert in dem Werk in über drei Stunden die Lethargie der türkischen Intellektuellen. Es ist die zweite Palme für einen Film aus der Türkei. 1982 hatte das Drama „Yol – Der Weg“ von Serif Gören und Yilmaz Güney den begehrten Hauptpreis des Festivals gewonnen.

Regisseur Wim Wenders ist beim Filmfestival ebenfalls ausgezeichnet worden. Für die Dokumentation „The Salt of the Earth“ über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado gab es am Freitagabend den Spezialpreis der Sektion „Un Certain Regard“. Wenders hatte den Film zusammen mit Salgados Sohn Juliano gedreht. Der 68-jährige Wenders feierte mit seinen Dokumentationen wie „Buena Vista Social Club“ und „Pina“ immer wieder große Erfolge. Beim Filmfest Cannes gewann er – als bislang letzter deutscher Regisseur – 1984 mit „Paris, Texas“ die Goldene Palme, den Hauptpreis des Wettbewerbs. Für die „Goldene Palme“ waren in diesem Jahr 18 Filme im Rennen, darunter aber keiner aus Deutschland.

Große Preis der Jury für Film aus Italien

Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging in diesem Jahr an das Sozialdrama „Le meraviglie“ der Italienerin Alice Rohrwacher (35). Der Brite Timothy Spall (57) wurde für seine Leistung in „Mr. Turner“ von Mike Leigh als bester Schauspieler ausgezeichnet. Die US-Amerikanerin Julianne Moore (53) gewann für ihr Spiel in „Maps to the Stars“ von David Cronenberg die Trophäe als beste Schauspielerin.

Der als großer Favorit gehandelte junge Regisseur Xavier Dolan bekam für „Mommy“ den Preis der Jury – der dieses Mal zu gleichen Teilen auch an Jean-Luc Godard für dessen 3D-Experiment „Adieu au langage“ gibt. Die Auszeichnung für die beste Regie ging an den US-Amerikaner Bennett Miller für „Foxcatcher“; der Preis für das beste Drehbuch an Andrej Swjaginzew und Oleg Negin für den russischen Beitrag „Leviathan“.

Hommage an das Werk von Saldago

Die Sektion „Un Certain Regard“ ist die renommierteste Nebenreihe bei den Filmfestspielen Cannes. Der Hauptpreis dieser Sektion ging in diesem Jahr an den ungarischen Beitrag „Fehér isten“ (White God) von Kornél Mundruczó, der darin von der jugendlichen Lili und ihrem Hund erzählt. 2011 war Andreas Dresens Krebsdrama „Halt auf freier Strecke“ mit dem Hauptpreis geehrt worden.

Wenders war beim Cannes-Festival in diesem Jahr einer der wenigen deutschen Filmemacher. „The Salt of the Earth“ soll im Herbst in die Kinos kommen. (dpa)

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