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Kultur
Donnerstag, 24. Mai 2018 23° 4

Präsentation

Inspiriert von Jazz, Swing und Mr. Bean

Steffi Denk und die „Flexible Friends“ haben das Flehen ihrer Fans erhört und eine CD mit 14 Songs aufgenommen.
Von Ralf Strasser, MZ

Nach der CD-Präsentation gab es im Museumscafé eine spontane Session: Norbert Ziegler am Piano, Markus Fritsch am Bass und Sängerin Steffi DenkFoto: Ralf Strasser

REGENSBURG. Schuld ist eigentlich Rowan Atkinson alias Mr. Bean. Der hatte in einem Sketch seine Kreditkarte als Buttermesser missbraucht und diese als „my flexible friend“ bezeichnet. Zugegeben: Steffi Denk und die Flexible Friends mit einer butterschmierenden Kreditkarte zu vergleichen, ist waghalsig – aber erlaubt, wenn es von den Künstlern selbst kommt.

Norbert Ziegler – Multitalent am Piano, Flügelhorn, Trompete und Akkordeon – grinst über beide Ohren. „Gibt’s einen besseren Namen?“ Wohl nicht, zumal wenn die Musik ins Spiel kommt. Mal sind sie zu zweit auf der Bühne, mal swingen und jazzen sie zu dritt oder zu viert mit ihrer Frontfrau Steffi Denk. Als da sind: Markus Fritsch (Bass), Michael „Scotty“ Gottwald (Schlagzeug), Martin „Möpl“ Jungmayer (Saxophon), Norbert Ziegler (Piano, Flügelhorn) und Steffi Denk mit Humor und Ansage, ausgestattet mit der „schärfsten Stimme Bayerns“. Allesamt Ausnahmemusiker und zusammen sind sie „Steffi Denk & Flexible Friends“.

„Denkokratische“ Entscheidungen

Als solche sind sie derzeit „Unterwegs in Sachen Liebe“. So heißt ihr erster Tonträger, der sich als feine CD-Scheibe präsentiert. Mit 14 musikalischen Schmankerln, die Laune machen, zum Mitschnippen und Mitwippen. Groovige, swingende und jazzige Arrangements rund um die Liebe. Von Berg Kaempfert („Love”) bis zu den Carpenters („Close to you”). Dazwischen Balladen, Chansons, Beatlesklassiker oder Boogaloo im New Orleanstyle von Ray Charles. Auch drei Stücke mit deutschem Text finden sich. „Morgens um Fünf“ sei erwähnt, ein Chanson, das seinerzeit Mary Roos als „Amour toujours“ vertonte und in der Steffi-Denk-Version ein anderes Gesicht bekommt. Gesungen mit viel Charme in der Stimme und exzellent begleitet von Musikern, die seit vielen Jahren zum festen Kern der ostbayerischen Musikszene gehören. „Die üblichen Verdächtigen eben“, schmunzelt Markus Fritsch. Seit 2006 sind sie unterwegs mit Swing, Latin, Jazz, Pop und Chanson. Erfolgreich vor ausverkauften Häusern, aber mit Wermutstropfen: „Habt’s denn keine CD dabei?“ Eine viel gestellte Frage und ein wiederholtes Kopfschütteln.

Jetzt hat sich dieses Schütteln von horizontal in vertikal verändert. „Wir haben sie jetzt“, lächelt Steffi Denk. Entstanden aus einer demokratischen Studioarbeit heraus, die Markus Fritsch liebevoll und nicht ganz ernst gemeint „denkokratisch“ nennt („Wir stimmen ab und Steffi bestimmt“). Ein „Best-of“, ein Spiegelbild ihres Programms. „Die Lieblingslieder der vier Herren und von mir“, sagt Steffi Denk.

Ein flottes „Halleluja, I love him so“

Die ausgesuchten Stücke kommen mit einer Leichtigkeit einher, die sich als „flexibel einsetzbar“ erweist. Nebenbei beim Kochen oder Lesen, genüsslich über die Kopfhörer oder als Wohlfühl-Background in einem Café, wie dem Museumscafé in Regensburg, gleichsam Ort der CD-Präsentation. Und dass Musiker in anderen Kategorien denken, beweisen die musikalischen Freunde und verwandeln das Museumscafé kurzerhand in eine Bühne. Also setzt sich Norbert Ziegler ans Klavier, Markus Fritsch packt seinen Bass aus, Steffi Denk ihre Stimme und zusammen legen sie ein flottes „Halleluja, I love him so“ von Ray Charles auf das Café-Parkett. Mit dem Applaus der Gäste verabschieden sich die flexiblen Freunde bis zum Valentinstag. Dann kann man sich die CD live und hautnah anhören: im Velodrom am 19. Februar.

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