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Literatur

Irseer Pegasus geht an Oberpfälzer Autor

Ulrich Effenhauser überzeugte mit seiner Erzählung „Der Auftrag“. Darin macht sich ein Fremder in einer Wohnung breit.

Ulrich Effenhauser gewann beim Irseer Pegasus den Preis der Jury.
Ulrich Effenhauser gewann beim Irseer Pegasus den Preis der Jury. Foto: Wutz

Irsee.Beim 17. Autorentreffen Irseer Pegasus hat Ulrich Effenhauser den mit 2000 Euro dotierten Jurypreis Irseer Pegasus gewonnen. Der Prosa-Autor aus Bad Kötzting (Landkreis Cham) erhält den Literaturpreis in diesem Jahr neben der Erzählerin Birgit Birnbacher aus Salzburg. Die Auszeichnung wurde jetzt in einer öffentlichen Feierstunde verliehen.

Effenhauser überzeugte mit einer kurzen Erzählung unter dem Titel „Der Auftrag“. Darin dokumentiert der Ich-Erzähler haarklein, wie ein seltsamer Fremder sich in seiner Wohnung einnistet, dabei aber kaum zu sehen ist. Immer dreister greift der Fremde Raum und wird schließlich zur lebensbedrohlichen Gefahr. Mäandernde Satzfolgen spiegeln höchst gekonnt, wie Zaudern und Zwanghaftigkeit der Hauptfigur auf ein unausweichliches Ende hinführen, heißt es in einer Pressemitteilung zum Irseer Pegasus.

150 Bewerbungen lagen vor

Immer am zweiten Januarwochenende laden der Verband deutscher Schriftsteller in Bayern und die Schwabenakademie nach Kloster Irsee zum Autorentreffen Irseer Pegasus. 18 Teilnehmer diskutieren ihre Texte und bestimmen abschließend in einem geheimen Verfahren, wer den Autorenpreis Irseer Pegasus erhält. Den Jurypreis Irseer Pegasus vergeben die international renommierten Schriftsteller Ulrike Draesner und Markus Orths sowie die Vertreter der Veranstalter, Thomas Kraft und Sylvia Heudecker. 150 Bewerbungen waren für den Literaturpreis eingegangen.

Effenhauser, Jahrgang 1975, stammt aus Burglengenfeld. Er studierte an der Uni Regensburg Germanistik und Geschichte. 2009 erschien sein erster Roman „Moeller entpuppt sich“ (Gabriele Schäfer Verlag), im gleichen Jahr erhielt er für seine Kurzgeschichte „Die Reise nach Delphi“ beim Wettbewerb des Bundesverbands junger Autoren den dritten Preis. 2010 erschien sein Erzählband „Autos, Elstern, Lampengeister“ (MZ-Buchverlag). 2011 war Effenhauser Finalist beim MDR-Kurzgeschichtenwettbewerb und wurde für den Bayerischen Kunstförderpreis nominiert. Derzeit arbeitet der Schriftsteller an einer Krimi-Reihe; die ersten beiden Bände liegen bereits vor. Effenhauser lebt als Lehrer mit seiner Familie im Bayerischen Wald.

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