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Tiere

Jahrelang weg - Entlaufener Kater zurück beim Besitzer

Katzen und ihre Besitzer verbindet oft eine innige Beziehung. Umso schlimmer ist es, wenn das Tier verschwindet. In Berlin gab es jetzt nach langer Trennung ein Wiedersehen - mit Hilfe der Polizei.
Von Gisela Gross, dpa

Kimba ist wieder da. Foto: Polizei Berlin
Kimba ist wieder da. Foto: Polizei Berlin

Berlin.Die Polizei hat einem Berliner Katzenbesitzer ein angeblich vor 18 Jahren entlaufenes Tier zurückgebracht. Der schwarze Kater Kimba war in verwahrlostem Zustand auf einer Wache abgegeben worden, schrieb die Polizei am Mittwoch auf Facebook.

Er hatte demnach am vergangenen Freitag auf einem Gehweg im Ortsteil Marienfelde mit „kläglichem Miauen“ auf sich aufmerksam gemacht.

Da das Tier einen Chip im Körper hatte, konnten die Beamten den Besitzer ausfindig machen: Peter Fabian. Der Journalist sagte der Deutschen Presse-Agentur, er sei perplex gewesen, als sich die Polizei 18 Jahre nach dem Verschwinden des Katers bei ihm meldete.

Noch am Freitagabend holte er Kimba ab und badete ihn. Sehr zutraulich sei das Tier, aber ausgehungert, geschwächt und gesundheitlich anscheinend nicht ganz auf der Höhe, sagte Fabian. Offenbar habe es lange auf der Straße gelebt. Kimba, damals ungefähr gut ein Jahr alt, sei im Jahr 2000 wenige Monate nach einem Umzug von München nach Berlin-Kreuzberg entlaufen - er habe sich nicht eingewöhnt. Angesichts der Lebenserwartung von Katzen habe er schon nach einem Jahr nicht mehr geglaubt, ihn je wiederzusehen, so Fabian. Katzen haben für gewöhnlich eine Lebensdauer von etwa 14 bis 18 Jahren, können bei guter Pflege aber 25 Jahre und älter werden.

Nach einem Tierarztbesuch sei Kimba wieder bei gutem Appetit - er versuche den Begriff „stubenrein“ zu verinnerlichen, hieß es im Beitrag der Polizei. „Die Beziehung zum zweiten Kater im Haushalt steht noch ganz am Anfang.“ Peter Fabian zeigte sich zuversichtlich, dass das Zusammenleben mit dem nun verschüchterten Stubenkater namens Katz gelingen werde - noch gebe es Revierstreitigkeiten. „Da muss ich jetzt klarkommen“, sagte Fabian - er denkt zum Beispiel an getrennte Fütterung und Sichtschutz. Kimba in seinem hohen Alter ins Tierheim zu geben, sei nicht in Frage gekommen.

Ein Foto der Polizei zeigt einen etwas struppigen Kater mit langen weißen Schnurrhaaren. Peter Fabian zufolge mussten inzwischen einige Fellstellen rasiert werden, weil es verklumpt war. „Aber das wächst nach.“ Was Kimba allerdings in der langen Zeit seiner Abwesenheit gemacht hat, bleibt Spekulation. Die Polizei vermutet, es sei das „das Abenteuer seines Lebens“ gewesen.

In München war 2014 ein Fall bekanntgeworden, in dem ein Kater und sein Herrchen nach zwölf Jahren wiedervereint wurden. Der Kater war damals in einem Tierheim abgegeben worden - von dem Mann, bei dem das Tier die vergangenen Jahre gewohnt hatte. Der ursprüngliche Besitzer war zwischenzeitlich aus München weggezogen und reiste an, nachdem das Tier dank eines Chips identifiziert worden war. Beim Wiedersehen soll der Kater sofort zutraulich gewesen sein.

2012 hatte der Wanderkater Felix für Schlagzeilen gesorgt. Er war 2010 aus einem Tierheim in Braunschweig ausgebüxt und tauchte anderthalb Jahre später in Berlin wieder auf. In der Hauptstadt hatte er fast von Geburt an meist im Tierheim gelebt. Er schien die Gegend als sein Revier zu betrachten. Auf welche Weise Felix die 240 Kilometer Strecke zurücklegte, blieb unklar. Auch er wurde an seinem Chip wiedererkannt - und am Ende bei einer Familie sesshaft.

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