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Wettbewerb

Karabelas gewinnt Kunstpreis Tanz

Die Regensburger Choreografin Alexandra Karabelas überzeugte die Jury bei der Tanzpreis-Endausscheidung mit „Butterflies 4“.

  • Alexandra Karabelas bekommt den Kunstpreis Tanz der Regensburger Kulturstiftung der Rewag. Foto: altrofoto.de
  • Szene aus „Hungry Butterflies 4“ Foto: altrofoto.de

Regensburg.Zum ersten Mal vergibt die Regensburger Kulturstiftung der Rewag ihren mit 5000 Euro dotierten Kunstpreis in der Sparte zeitgenössischer Tanz. Nach einem aufregenden Tanzabend stand am Freitag kurz vor Mitternacht die Gewinnerin 2014 fest: Die Regensburger Choreografin Alexandra Karabelas hatte die vierköpfige Jury mit ihrem Tanzstück „Hungry Butterflies 4“ am meisten überzeugt. Der Tanzabend der fünf Finalisten des von der Rewag-Kulturstiftung ausgelobten Wettbewerbs fand als Eröffnung der 17. Regensburger Tanztage 2014 im ausverkauften Theater der Universität statt.

Die fünf Arbeiten von Thea Sosani, dem Choreografenkollektiv Elisabeth Herrmann und Ute Steinberger, dem Kollektiv Nylea Mata Castilla und Eva Eger, dem Kollektiv Claudia Kellnberger und Erik Grun sowie der Preisträgerin Alexandra Karabelas wurden von dem Publikum heftig gefeiert. Die Jury lobte die Vielseitigkeit der Arbeiten und des Tanzabends. Die überregionalen Experten Anke Hellmann (München), Anna Beke (München) und Thomas Reher (Fürth) sowie die Regensburger Journalistin Susanne Wiedamann hatten sich nach eigener Aussage die Entscheidung nicht leicht gemacht und lange kontrovers diskutiert.

Sie hätten sich nach langem Ringen für die Choreografie von Alexandra Karabelas entschieden, weil sie in „Hungry Butterflies 4“ das Beziehungsthema auf eine sehr andere und eigenständige Art aufgegriffen habe. Das multimedial aufbereitete Stück sei intelligent konstruiert, komplex und ermögliche durch seine Interdisziplinarität den Betrachtern viele Zugänge, fasste Anke Hellmann die Jurybegründung zusammen. Die Choreografin habe eine mutige Herangehensweise gezeigt, indem sie den Tanz in den aktuellen gesellschaftspolitischen Kontext stellte. Für die Kulturstiftung gratulierte Dr. Klaus Schulz. Der Preis wird am Mittwoch offiziell verliehen.

Alexandra Karabelas absolvierte die tanzwissenschaftlichen Diplom- und Masterstudiengänge in Weiterbildung („Tanzkulturen“) an der Universität Bern mit Schwerpunkt auf Narrativen Tanz. Von 2000 bis 2004 war sie beim Stuttgarter Ballett tätig. 2005 entstanden die ersten eigenen Choreografien. Bis heute entstanden mehrere Soli und Ensemblearbeiten sowohl für die Bühne als auch museale und andere öffentliche Räume. 2010 wurde ihr Solo „landscape, three of them“ ausgewählt für das „Secret Solo“-Programm in München.

„Hungry Butterflies 4“ ist der Epilog einer 2011 begonnenen Duett-Serie über das Paar. Karabelas’ neues Stück hat die aktuellen Kriege in der Welt zum Inhalt, zeigt Verstörung und Gewalt. (sw)

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