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Musik

Konzertreihe zum Beethoven-Jubiläum

2020 würde Ludwig van Beethoven 250 Jahre alt werden. Die Musikvereinigung Kelheim widmet ihm eine Konzertreihe.

Kelheim feiert Ludwig van Beethoven.  Foto: Oliver Berg/dpa
Kelheim feiert Ludwig van Beethoven. Foto: Oliver Berg/dpa

Kelheim.Im kommenden Jahr würde der Komponist Ludwig van Beethoven 250 Jahre alt werden. Das nimmt die Musikvereinigung Kelheim unter Leitung von Christoph Lickleder zum Anlass, eine Konzertreihe zu starten, die komplett diesem Jahrhundertgenie gewidmet ist. Unterschiedliche Orchester und Musikgruppen beleuchten an vier Abenden die Facetten Beethovens und zeigen, dass der klassische Künstler auch heute noch präsent ist.

Die Reihe beginnt am 6. März im Weißen Bräuhaus in Kelheim mit einem Sinfoniekonzert des Münchner Gasteig-Orchesters. Es spielt drei Werke Beethovens, davon die Egmont-Ouvertüre, die 5. Sinfonie als Weltpremiere und die 1. Sinfonie als Deutschlandpremiere in speziell für Streicher umgeschriebenen Fassungen. Der ehemalige erste Konzertmeister des Münchner Philharmonieorchesters, Sreten Krstic, leitet das Orchester, er nahm auch die Bearbeitungen vor.

Ebenfalls im Weißen Bräuhaus treten am 16. Mai die Klazz Brothers & Cuba Percussion auf. Unter dem Motto „Beethoven meets Cuba“ vereinigt die Gruppierung kubanische Rhythmen mit der klassischen Musik Beethovens. Das Ensemble gibt so den Werken des Komponisten einen deutlich moderneren Anstrich. Beethoven erscheint durch die Neuinterpretation in völlig neuem Licht – die Musik wird tanzbar und ein Genuss, auch für Ohren, die sonst weniger Klassik-affin sind.

Ein besonderes Erlebnis bietet das dritte Konzert der Reihe. Am 12. September tritt das Clemente Trio zusammen mit der Bratschistin Nicola Birkhan in der Natursteinwerkhalle der Kelheimer Naturstein in Essing auf. In der Halle erklingen an diesem Abend die lieblichen Töne von Cello, Violine, Bratsche – sogar der Klang eines nachgebauten Hammerflügels aus der Mozartzeit erfüllt den Raum.

Das Highlight der Reihe ist das große Abschlusskonzert am 18. Oktober 2020 in der Befreiungshalle in Kelheim mit dem Titel „Beethoven und die Freiheit“. Zunächst leiten der Präsident der bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung, Bernd Schreiber, und der bayerische Staatsminister für Kunst und Wissenschaft, Bernd Sibler, den Abend mit Reden über die Bedeutung der Befreiungshalle und den Wert der Freiheit an sich ein. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der Sichtweise Beethovens liegen.

Danach beginnt das Renner-Ensemble mit seinen Interpretationen verschiedenster Werke Beethovens und anderer Komponisten. Den mehrfach ausgezeichneten Männerchor leitet der Regensburger Dr. Hans Pritschet.

Anschließend tritt das Bayerische Polizeiorchester auf. Dieses verschreibt sich völlig dem Ideal der Freiheit und bringt selbiges durch die „Liberty Fanfare“ von John Williams, die Ouvertüre zu Fidelio oder Wellingtons Sieg (beide von Beethoven) zum Ausdruck. Den Abschluss der Konzertreihe bildet natürlich Beethovens bekanntestes Werk und heutige Europahymne „Ode an die Freude“ mit Chor und Orchester. Mit dessen Freiheitsgedanken entlässt die Musikvereinigung ihre Zuhörer danach in die Natur, in der sie sich ganz im Sinne Beethovens an der Schönheit der Pflanzenwelt erfreuen dürfen.

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