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Auszeichnung

Kunstpreis geht an Alexander Stern

Der 38-Jährige aus Mitterfels überzeugte mit einem sensiblen Ölgemälde: Die Jury bewertete „Dichte“ als interessanteste Arbeit der Jahresschau 2014.

Ausschnitt aus „Dichte“: Alexander Stern hat mit dem Gemälde die interessanteste Arbeit für die Jahresschau in Regensburg. eingeliefert.
Ausschnitt aus „Dichte“: Alexander Stern hat mit dem Gemälde die interessanteste Arbeit für die Jahresschau in Regensburg. eingeliefert. Foto: Wolfram Schmidt, Kunst- und Gewerbeverein

Regensburg.Bei der Jahresschau der Künstler und Kunsthandwerker aus Oberpfalz und Niederbayern wird jedes Jahr die interessanteste Arbeit eines Künstlers unter 40 Jahren gekürt. 2014 geht die Auszeichnung an Alexander Stern. Der 38-Jährige überzeugte die Jury mit einem großformatigen Ölgemälde. „Dichte“, 1,20 mal 1,50 Meter groß, zeigt ein diffizil und sensibel durchwirktes Gewebe aus schimmernden, gesättigten Rottönen und angedeuteten Pflanzenformen.

Bei der 88. Jahresschau im Kunst- und Gewerbehaus in Regensburg sind ab 20. September bis 26. Oktober Werke aus verschiedenen Genres zu sehen. Vertreten sind Arbeiten aus Malerei, Grafik, Fotografie, Videokunst, Plastik, Skulptur, Objektkunst, Rauminstallation und Kunsthandwerk. Bei der Eröffnung der Schau am 19. September (19 Uhr) wird der Preis 2014 an Alexander Stern überreicht.

410 Arbeiten standen zur Wahl

Am Montag hatte die diesjährige Jury die Exponate für die Ausstellung aus 410 Arbeiten von 189 Künstlern ausgewählt. Andrea Lamest, Leiterin des Oberpfälzer Künstlerhauses Schwandorf, Eva Schickler, Kunsthistorikerin und Kuratorin aus Nürnberg, und Detlef Schweiger, Künstler und Kurator aus Dresden, trafen die Auswahl.

Am Dienstag wurde dann aus 74 Arbeiten, eingereicht von 29 Künstlern unter 40 Jahren, der Preisträger 2014 gekürt. In der erweiterten Jury saßen Marianne Sperb (Mittelbayerische Zeitung), Wolfgang Brun (Donaupost) sowie Klaus Caspers und Reiner R. Schmidt vom Vorstand des Kunst- und Gewerbevereins.

Alexander Stern, 1976 in Deggendorf geboren, studierte an der Akademie der Bildenden Künste München bei Professor Res Ingold, absolvierte ein Gaststudium an der Bauhaus-Universität Weimar bei den Professoren Jill Scott und Barbara Nemitz und legte an der Münchner Akademie seine Staatsexamen ab. Stern lebt und arbeitet im niederbayerischen Mitterfels. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen vor allem in Bayern zu sehen.

Lichtkunst in Breda

Im niederländischen Breda präsentierte Alexander Stern 2010 mit „Etalage City“ ein Lichtkunstprojekt im öffentlichen Raum. Zuletzt schuf er für den Alten Schlachthof Straubing im Rahmen von „Kunst am Bau“ die Lichtinstallation „was geht geht, was bleibt bleibt“. Ebenfalls 2014 war Stern künstlerischer Leiter beim 1. Kunstsymposium Mitterfels. 2012 gründete er im eigenen Atelier in Mitterfels mit „Revier“ einen Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst.

Der Künstler hat eine Reihe von Auszeichnungen erhalten: 2002 wurde er mit dem ZDF Kleinplastik-Kunstpreis geehrt, 2000 erhielt er den Kunstpreis der EADS Deutschland, 1998 war er 1. Preisträger des Max-Spohr-Preises in Frankfurt/Main. (mz/el)

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