MyMz

Ausstellung

Kunstschau an der Universität Regensburg

Kunstprofessoren und -Studenten zeigen ihre aktuellen Werke. Für Studenten ist es ein Ansporn, wenn auch Dozenten ausstellen.
Von Daniel Pfeifer

Das Objekt „Wurmboda“ von Dozent Günter Schwarz Foto: Pfeifer
Das Objekt „Wurmboda“ von Dozent Günter Schwarz Foto: Pfeifer

Regensburg.Wer neue, spannende moderne Kunst betrachten will, kann ja in New York in das MoMa gehen. Blöd nur, dass da eben auch alte Schinken wie Van Gogh herumhängen. Nein, wer wirklich neue Kunst sehen will, braucht gar nicht so weit schauen. In der Kunstgalerie der Universität stellen Studenten und Dozenten in der jährlichen „Kunstschau“ ihre allerneuesten Werke aus. Bunt, vielfältig und nichts älter als ein Jahr.

Die 41 Kunstwerke reichen von den kleinen Schwarz-weiß-Radierungen Christina Kirchingers über Carolin Augustins riesige, pink-blaue Bergpanoramen bis zu einem lebensgroßen Betonabguss einer nackten Frau, die sich auf einem Sockel räkelt.

Jedes der Ausstellungsstücke entstand 2018 oder 2019 entweder an der Universität, auf Exkursionen oder im heimischen „Atelier“. Sowohl Kunststudenten, als auch Dozenten zeigen ihre Werke. Über viele Stunden Seminarsitzungen habe man bereits über die Werke diskutiert, erklärt Institutsleiterin Birgit Eiglsperger. „Nur ‚gefällt mir’ und ‚gefällt mir nicht’ bringt hier schließlich nichts,“ betont sie. In einer Jury haben die Dozenten schließlich Werke ausgewählt, die aus all dem harten Feedback durch Professoren und Mitstudenten entstanden sind.

„Hier und heute treten wir in Dialog mit der Öffentlichkeit,“ fährt Birgit Eiglsperger fort. Auch sie selbst nimmt sich da gar nicht heraus. Auch die oberste Chefin des „Instituts für Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung“ an der Universität stellt sich den kritischen Blicken der Besucher: Unter anderem mit dem eineinhalb Meter breiten Farbholzdruck „Dämmerung“.

Für die Studenten sei es auch ein ordentlicher Ansporn, wenn die Dozenten selbst ausstellen, stimmt Günter Schwarz zu. Mit Jörg Schmidt richtete er die diesjährige „Kunstschau“ ein. Und sorgte bei den Besuchern für breites Grinsen mit seiner Objektskulptur „Wurmboda“, für die er ein Zusammentreffen von Fischern in einer Glühbirne inszenierte.

Unter dem Licht der etwas weniger romantischen LED-Strahler spiegeln sich in der polierten Glasbirne die Landschaften von Verena Fuchs. Ihre Acryl-Bilder, die nur wenige Schritte neben der Skulptur hängen, entstanden alle auf Uni-Exkursionen. Ein Wald am Gardasee und der Himmel über Kallmünz strahlen dort in impressionistischen Farben.

Der aufmerksame Besucher kann trotz der großen Stilvielfalt auch andere Werke von Studenten und Dozenten entdecken, die an diesen Orten entstanden sind. Oder sich einfach in den Ölporträts, Fotografien und Kreidezeichnungen verlieren. Noch bis 27. November ist die Ausstellung im Obergeschoss des Audimax-Gebäudes zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Nachrichten aus der Kultur lesen sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht