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Kunze lästert über Rap: „Menschenfeindliches Gestammel“

Auf seinem 36. Album „Schöne Grüße vom Schicksal“ vereint Heinz Rudolf Kunze verschiedene Musikstile. Auf Rap verzichtet er allerdings komplett - und das hat seinen Grund.

Der Musiker Heinz Rudolf Kunze in action. Foto: Rolf Vennenbernd
Der Musiker Heinz Rudolf Kunze in action. Foto: Rolf Vennenbernd

Hannover.Der Sänger und Songschreiber Heinz Rudolf Kunze (61) kann mit Rap überhaupt nichts anfangen. „Das ist für mich menschenfeindliches Gestammel mit Musikverzicht“, sagte Kunze der Deutschen Presse-Agentur.

„Von der ganzen Rapmusik, bei der nur jemand zu Schlagzeug und Bass rumlabert, wird nichts übrigbleiben“, glaubt der Musiker aus der Nähe von Hannover. „Da kann kein Titel ein Golden Oldie werden, weil es keine Melodie gibt und niemand mitsingen oder mitsummen kann.“ Rap gehört seit Jahrzehnten zu den kommerziell erfolgreichsten Musikgenres.

Nach der umstrittenen Verleihung des Musikpreises Echo an die Rapper Kollegah und Farid Bang hatte Kunze bereits auf Facebook seine Ablehnung in einem Gedicht kundgetan. „Die Braunen und die Rapper vereint im Totentanz - wird Zeit, dass wir sie mundtot machen und ihre Allianz“, heißt es darin. Dass der Echo als Auszeichnung für viele Verkäufe abgeschafft wird, findet Kunze gut. „Ich habe nie einen Echo bekommen, aber 1982 den Deutschen Schallplattenpreis schon für mein zweites Album. Damals war das noch ein Qualitätspreis.“

Der Deutschrocker landete 1985 mit „Dein ist mein ganzes Herz“ seinen größten Hit. Am Freitag erscheint Kunzes 36. Album „Schöne Grüße vom Schicksal“ - ein Streifzug durch die Musikgeschichte mit Rock, Pop, Anklängen der Neuen Deutschen Welle, Schwarzer Musik, Folk und Jazz.

Im Deutschen habe Schicksal immer einen negativen Beiklang, sagte der Sänger. „In meiner Auslegung kann Schicksal auch sein, dass einem etwas Gutes zustößt.“ Er habe wie wohl alle Künstler einen Hang zum Spirituellen, sagte Kunze, der evangelisch ist. „Ich sympathisiere mit Gott. Ich würde nicht so gerne mit der Überzeugung leben müssen, dass es überhaupt keinen Sinn im Weltall gibt.“

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