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Kurzfilmer, ran an die Kamera!

Noch bis zum 26. Oktober 2012 läuft die Bewerbungsfrist für den Regionalwettbewerb der Regensburger Kurzfilwoche.
Von Micha Matthes, MZ

Festivalleiterin Insa Wiese beim Sichten des Materials Foto: Klaas Dierks

Regensburg. Jahrmarktkarusselle, die bis in die Wolken ragen, und ihre Auswirkungen auf das menschliche Gehirn: Die Dokumentation „The Centrifuge Brain Project“ gibt vor, den Zusammenhang wissenschaftlich zu untersuchen. Der Kurzfilm gefiel den knapp 8000 Besuchern der Regensburger Kurzfilmwoche in diesem Jahr am besten, bekam den Publikumspreis und ist mittlerweile auf dem besten Weg, den Deutschen Kurzfilmpreis abzustauben. So schnell kann es gehen.

Kaum ist die letzte Kurzfilmwoche vorbei, laufen im Künstlerhaus Andreasstadel schon die Vorbereitungen für das nächste Jahr. Der Termin steht fest: 13. bis 20. März 2013. Über 1000 Einreichungen sind schon wieder im Festivalbüro gelandet. Festivalleiterin Insa Wiese kommt mit dem Sichten kaum hinterher, trotzdem, sagt sie, „dürften es vor allem von den Lokalen gerne noch ein paar mehr sein“. Noch bis zum 26. Oktober haben alle Kreativen Zeit, selbst eine kleine Filmperle zu drehen und einzureichen.

Das Herzstück der Kurzfilmwoche sind die vier Wettbewerbe: der Internationale und der Deutsche Wettbewerb, das Bayernfenster und das Regionalfenster. Wer aus den Postleitzahlgebieten 92, 93, 94 und 84 kommt, kann am Regionalwettbewerb teilnehmen. Hier gibt es auch den Preis der Volksbank Regensburg eG in Kooperation mit der Mittelbayerischen Zeitung zu gewinnen. Wer einen Film zum Thema „Miteinander“ produziert, hat gute Chancen auf diesen Preis in Höhe von 1300 Euro. Insgesamt werden im Rahmen der 19. Regensburger Kurzfilmwoche Preise im Wert von 10000 Euro vergeben. Zusätzlich kann man Pluspunkte für die Vergabe von Geldern aus der Filmförderungsanstalt sammeln.

Die Kurzfilmwoche, die 2013 nicht nur in der Filmgalerie und im Ostentor-Kino, sondern auch im W1 stattfindet, ist schon lange tief im Regensburger Kulturleben verwurzelt und hat schon viele neue Triebe hervorgebracht: In einem Uniseminar erhalten Studenten Einblick in die Festivalorganisation, dürfen mitplanen. In einer Kooperation mit der Hochschule für Kirchenmusik werden Kurzfilme neu vertont. Mit dem Stummfilmfestival greift man sich schon lange gegenseitig unter die Arme. Hinzu kommen Ausstellungen und Sonderprogramme, die den kulturellen Austausch fördern. Mittlerweile streckt das Festival die Fühler sogar schon in Richtung Theater aus.

Die Kurzfilmwoche spielt in der obersten Liga, muss aber trotzdem jedes Jahr von neuem mit der Platzmiete kämpfen. Vor allem an Sponsoren und Fördergeldern mangelt es. Es wird Zeit, die „Hamster“ im Andreasstadel aus ihrem Rad zu befreien, die Institution angemessen zu fördern und damit den Innovationen freien Lauf zu lassen.

Das Einreichungsformular für den Regionalwettbewerb findet man unter www.regensburger-kurzfilmwoche.de

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