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Unterricht

Lernen von den ganz Großen

Die Tage Alter Musik gingen an der Kirchenmusikhochschule in Regensburg mit einem Kurstag in die Verlängerung.
Von Andreas Meixner

Rebinguet Sudre Foto: Meixner
Rebinguet Sudre Foto: Meixner

Regensburg. Zum siebten Mal in Folge gingen die Tage Alter Musik mit einem Kurstag in den Räumen der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in die Verlängerung. In den letzten Jahren waren große Namen der Szene zu Gast in Stadtamhof, zuletzt der Cembalist Joshua Rifkin, der Geiger Ryo Terakado oder 2017 der britische Zinkist Roland Wilson. Auch diesmal konnte ein internationaler Künstler der Festivalkonzerte gewonnen werden, um mit Studenten an vorbereiteten Stücken aufführungspraktische Fragen zu klären, sowie Spiel- und Aufführungstechniken zu erarbeiten. Der Barockgeiger Guillaume Rebinguet Sudre war vor wenigen Tagen in der Alten Kapelle als Konzertmeister mit seinem von ihm gegründeten französischen Ensemble Baroque Atlantique aus Bordeaux mit einem außergewöhnlichen Bach-Konzert zu hören. Dass er zugleich auch Cembalist ist und zudem Instrumente selber baut, öffnete den Teilnehmern des Kurses noch weitere Möglichkeiten des Lernens und Zuhörens, zumal er auch als unkonventioneller Musiker und Interpret bekannt ist.

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Claudia Gerauer, Dozentin für Alte Musik und Aufführungspraxis an der Hochschule, betont den hohen Stellenwert, die die Beschäftigung mit alten Spiel- und Interpretationsformen in der Ausbildung hat. „Das Wissen um die historische Aufführungspraxis ist eine wesentliche Grundlage der musisch-künstlerischen Bildung in unserem Hause. Darauf baut eine fundierte und allumfassende Musikausbildung auf, unabhängig von einer späteren beruflichen Ausrichtung.“

Prof. Stefan Baier, Rektor der Hochschule und selbst ein Spezialist der Alten Musik, ist sehr glücklich darüber, dass der Anknüpfungspunkt zu den Festivalkünstlern seit Jahren gut gelingt. „Wir sind sehr dankbar, dass uns Ludwig Hartmann, Stephan Schmid und Paul Holzgartner den Zugang zu den hochrangigen Künstlern so einfach und unkompliziert ermöglichen. Mit dem Kurstag können wir unseren Studentinnen und Studenten einen kleinen, aber wichtigen Baustein bieten, der in der Ausbildung von hohem Wert ist und Motivation schafft. Solche Tage wie dieser liegen uns als Hochschulleitung besonders am Herzen, sie setzen oft unersetzliche Impulse.“ Gearbeitet wurde in Gruppen oder als Solisten an Streich- und Tasteninstrumenten, sowie mit Sängern.

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Guillaume Rebinguet Sudre war über das hohe Niveau der Kursteilnehmer sehr begeistert, besonders fand er Gefallen an der hervorragenden Qualität der Tasteninstrumente, die in der modernen Hochschule zur Verfügung stehen. Der Kurstag endete mit einem gemeinsamen Konzert im Konzertsaal, wo die erarbeiteten Werke in den verschiedenen Besetzungen unter den Augen des Dozenten und vor den zahlreichen Zuhörern präsentiert wurden.

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