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Medien

Marietta Slomka ist nicht „stutenbissig“

Die Nachrichten-Moderatorin fragt eisern nach, wenn ein Interviewpartner ihr ausweichend auf ihre Fragen antwortet. Für sie ist es dabei vollkommen einerlei, ob sie mit einer Frau oder einem Mann spricht.

Marietta Slomka lässt keine Wischiwaschi-Antworten durchgehen. Sie hakt nach. Foto: Thomas Frey
Marietta Slomka lässt keine Wischiwaschi-Antworten durchgehen. Sie hakt nach. Foto: Thomas Frey

Berlin.Die „heute-journal“-Moderatorin Marietta Slomka macht keinen Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Interviewpartnern. „Mich interessiert nicht, ob ich einen Mann oder eine Frau vor mir habe“, sagte die 48-Jährige in einem Gespräch mit dem Magazin „Stern“.

„Ich frage hartnäckig nach, wenn ich das Gefühl habe, dass jemand ausweicht. Aber mir weibliche Zickigkeit zu unterstellen, wenn ich das bei einer Frau mache, ist im Jahr 2018 nur noch ermüdend.“ Es sei „Quatsch“, dass sie „stutenbissig“ sei.

Im Januar wurde die Journalistin mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Slomkas Art, ein Gegenüber unnachgiebig zu befragen, ist inzwischen im Branchenjargon mit einem eigenen Begriff versehen worden: Politiker würden von ihr „geslomkat“, heißt es häufiger. „Dass eine journalistische Fragetechnik mit meinem Namen verbunden wird, hätte ich mir vor 17 Jahren, als ich den Job begann, auch nicht träumen lassen“, sagte Slomka.

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