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Konzert

Melodie und Härte aus den 80ern

Skid Row und FM spielten ihre Hits im Obertraublinger Airport.
Von Alois C. Braun

Sänger ZP Theart von Skid Row reißt die Fans mit. Foto: Alois Braun
Sänger ZP Theart von Skid Row reißt die Fans mit. Foto: Alois Braun

Regensburg.Skid Row aus New Jersey verkauften von ihrem gleichnamigen Debüt-Album alleine in den USA mehr als fünf Millionen Kopien. Das war 1989. Auch ihr „Slave To The Grind“-Album war zwei Jahre später sehr erfolgreich. Seitdem jedoch hinken sie dem großen Erfolg hinterher, obwohl sie immer wieder gute Alben veröffentlicht und gute Konzerte gespielt haben. Und auch FM schafften mit ihrem ersten Album „Indiscreet“ gleich ihren größten Erfolg. Sie klangen damals sehr amerikanisch und doch war den Briten der Durchbruch in den Staaten verwehrt. 1987 standen sie als Support für Gary Moore bereits einmal in Regensburg auf der Bühne – damals in der Donauhalle.

Der Beginn ihres Obertraublinger Sets war etwas holprig, versemmelten sie doch das Intro von „Tough It Out“ und starteten ein zweites Mal. Kein Beinbruch, denn was folgte, war ein packendes Konzert einer motivierten Band, gespickt mit allerhand hochwertigen Songs. „Don’t Stop“, „Burning My Heart Down“ oder „Bad Luck“ überzeugen immer noch durch eingängige Melodien, mehrstimmigen Gesang und gefällige, aber nicht abgedroschene Arrangements. Das gesamte Konzert geriet griffig, kompakt und ohne überflüssige Schnörkel. Hits wie „That Girl“ oder das wunderbare „Life Is A Highway“ sind nur zwei von vielen Highlights. Nach zehn Songs und „Killed By Love“ vom aktuellen Album „Atomic Generation“ feierte das Publikum FM mit Sprechchören.

Skid Row eröffneten dann mit Sirenengeheul und dem mächtigen „Riot Act“ ihren Teil des Abends und zeigten, dass der Härtegrad ihrer Musik doch zwei Klassen über dem von FM liegt. Die vor Kraft strotzende Show wurde vor allem getragen durch Sänger ZP Theart, der mit seinen hüftlangen, gelockten Haaren ein echter Blickfang und als Performer eine Rampensau ist. Klar, dass die Fans sofort in Fahrt waren und die Songs auch lauthals mitsangen. Etwa den Hit „18 And Life“, der mitten im Set platziert war. Dass Skid Row einen besonderen Bezug zu den Punk-Ikonen Ramones haben, zeigte sich nicht nur beim Konzertintro „Blitzkrieg Bop“, sondern auch bei „Psycho Therapy“. Bassist Rachel Bolan sang diese Coverversion und freute sich bei der Ansage, dass im Publikum T-Shirts der unterschiedlichsten Metalbands zu sehen waren.

Natürlich war die Powerballade „I Remember“ mit im Programm. Und auch wenn mitten im Song die Akustikgitarre ausfiel, war das ein Höhepunkt der Show. Das Airport sang voller Inbrunst mit und man fühlte sich um 30 Jahre zurückversetzt. Aber Vorsicht: Skid Row sind keinesfalls antiquiert! Im Gegenteil, wie FM haben sie nicht nur ihre Fans in die Gegenwart gerettet, sondern durchaus Relevanz im aktuellen Rockgeschäft.

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