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Kultur
Samstag, 22. September 2018 19° 4

Konzertreihe

Odeon holt Barenboim und Nagano

Das neue Programm ist da: das blinde Klaviergenie Nobu, Pepe Romero und einige gute alte Bekannte kommen nach Regensburg.

Daniel Barenboim dirigiert nicht nur, er ist auch ein brillanter Pianist: Im Regensburger Audimax ist er zum Saisonauftakt mit Beethovens Klaviersonaten zu erleben. Foto: Cezaro De Luca/dpa
Daniel Barenboim dirigiert nicht nur, er ist auch ein brillanter Pianist: Im Regensburger Audimax ist er zum Saisonauftakt mit Beethovens Klaviersonaten zu erleben. Foto: Cezaro De Luca/dpa

Regensburg.Odeon Concerte präsentiert im kommenden Herbst und Winter wieder internationale Klassikstars im Regensburger Audimax. Darüberhinaus sind wieder in der neuen Saison wieder hochbegabte Senkrechtstarter zu erleben.

Barenboim und Beethoven: Das ist ein Synonym für höchste künstlerische Verschmelzung. Daniel Barenboim

gilt als einer der bedeutendsten Interpreten der Klaviersonaten Beethovens. Er hat den

Zyklus der 32 Klaviersonaten Beethovens, das Neue Testament des Klavierspiels, mehrfach für

verschiedene Plattenfirmen aufgenommen und dafür zahllose Auszeichnungen und Preise

bekommen. Jetzt ist der Topstar am 22. Oktober live zu erleben.

Tschaikowsky im Zentrum

Eines der bedeutendsten Orchester Moskaus kommt am 12. November ins Audimax: die

Russische Nationalphilharmonie. Seit vielen Jahren steht Vladimir Spivakov an der Spitze des

Orchesters. In Russland gehört er zu den beliebtesten und bekanntesten Dirigenten. Seine Beliebtheit

kommt an die Bekanntheit von Popstars heran. Die großen bedeutendsten Werke Tschaikowskys

stehen natürlich im Zentrum der Interpretationen des Orchesters. Die Tiefe und Ausdrucksvielfalt der

Musik Tschaikowskys findet in den Interpretationen des russischen Nationalorchesters ihre vollendete

Ausprägung. Solist des Abends ist Ivan Bessonov, er wird als einer der begabtesten und

hinreißendsten Pianisten Russlands gefeiert, als wahre Rakete.

Weihnachten mit Bach und Händel

Eine Reihe der schönsten Weihnachtskonzerte von Bach, Telemann und Händel – darunter die

berühmte Feuerwerksmusik – stehen im Zentrum eines vorweihnachtlichen Abends am 9. Dezember.

Interpretiert von Mitgliedern des berühmten Gewandhausorchesters und der anderen bedeutenden

Leipziger Orchester.

Ein Gipfeltreffen junger Stars bringt am 27. Januar ein Konzert mit dem rumänischen Teufelsgeiger

Nemanja Radulovic, dem Klarinettisten Andreas Ottensamer, Solist der Wiener Philharmoniker und

der zauberhaften lettischen Akkordeonistin Ksenija Sidorova. Der Abend wird zu einem wahren

Feuerwerk der Klänge und Farben.

Der blinde Starpianist: Nabu

Seit er mit 20 den Van-Cliburn-Wettbewerb in den USA gewann musiziert Nobu – wie ihn alle

nennen – mit Star-Dirigenten wie Valery Gergiev, er spielt an den Brennpunkten des Musiklebens, an

denen er mit noch nie dagewesener Begeisterung gefeiert wird, so am 12. Februar im Regensburger

Audimax. Das Unfassbare an Nobu: Er ist seit seiner Geburt blind, seine Lebensgeschichte wurde

bereits filmisch dokumentiert. Ein Musizieren wie ein Wunder: Von vollendeter Technik und

tiefgehender Musikalität. Nobu ist ein junges Genie. Er spielt Chopins Scherzi Nr.1-4 sowie Musik von Satie bis Ravel.

Wahnsinnig schön: die Wahnsinnsarie

Wenn dieser Abend am 20. Februar mit Edita Gruberova den Titel „Schätze des Belcanto“ trägt,

dann ist das nicht etwa ein reiner Werbereklamespruch. Es handelt sich um die schönsten Arien, die

jemals für Sopran geschrieben wurden, darunter Arien wie die legendäre Wahnsinnsarie, und viele

berühmte andere ausdruckstiefe und höllisch schwere Koloraturarien. So ist sie inzwischen zu einer

regelrechten Ikone der Gesangskunst geworden, wird die slowakische Nachtigall genannt oder wie die

Süddeutsche Zeitung einst formulierte als Primadonna absoluterova gerühmt.

Spaß mit Brass zum Karneval

Am Rosenmontag, 4. März, gibt es einen besonderen Leckerbissen: Canadian Brass steht seit

fast einem halben Jahrhundert für herausragende Blechbläservirtuosität. Das legendäre längst

mehrfach verjüngte Ensemble aus Toronto kommt zum Karneval nach Regensburg und zündet seine

brillant unterhaltsame Mischung aus virtuosem Können, Spontanität und einem grenzenlosen

Repertoire. Nicht zufällig nennt man sie das berühmteste Brass Ensemble der Welt. Bach und

Renaissance, Blechstandards Dixie, Latin und Jazz, Ragtime, Bigband und Broadway: alles

präsentieren die fünf smarten Herrn von Canadian Brass in höchster Präzision und mit einem

umwerfenden Sinn für Humor – ein Karnevalspaß auf allerhöchstem Niveau.

Feuer und Glut Andalusiens

Die Geigerin Midori ist der Inbegriff des Wunderkinds, das sich nach einer Reife-Phase und

Lebenskrise zu einer der bedeutendsten Geigerinnen der Welt entwickelte. Am 10. März ist sie live mit

dem exzellenten Münchner Kammerorchester in Regensburg zu erleben. Mit nur 10 Jahren wurde die

zierliche Japanerin zur Meisterschülerin von Dorothy Delay in New York, der Lehrerin von Pinchas

Zukerman und Itzhak Perlman, worauf ihre Weltkarriere begann. Sie spielt die schönsten Violinkonzerte von Bach, Grieg und Mendelssohn.

Der Meister des Flamenco: Pepe Romero gastiert im März in Regensburg. Foto: Pepe Torres/dpa
Der Meister des Flamenco: Pepe Romero gastiert im März in Regensburg. Foto: Pepe Torres/dpa

Die Romeros sind die berühmteste Gitarren-Familie Spaniens – die königliche Familie des

Flamenco – und Pepe ist ihr Oberhaupt. Am 14. März kommt er ins Audimax. Der Spanier hat über 60

Alben vorgelegt, er spielte bereits live unter anderem für die amerikanischen Präsidenten Carter und

Nixon, für die niederländische Königin und Papst Johannes II. Das Feuer und die Glut Andalusiens,

die sengende Sonne, das vibrierende Temperament Südspaniens wird von Pepe Romero hinreißend

in Klang umgesetzt. (Programm mit dem Real Orquesta Sinfónica de Sevilla: u.a Concierto en Flamenco von Torroba,

Rodrigo: Concierto de Aranjuez)

Nagano dirigiert kanadischen Klangkörper

Ein absolutes Highlight steht am 22. März auf dem Programm: Klarheit, Eleganz, Brillanz und

Intelligenz zeichnen Kultstar Kent Nagano aus. Der kosmopolitische Kalifornier, einer der besten und

begehrtesten Dirigenten der Welt kommt an der Spitze des Montreal Symphony Orchestra nach

Regensburg. Überall wo Nagano künstlerisch arbeitet, entsteht Außergewöhnliches und Innovatives.

Alle Orchester formte er gleichermaßen zu Spitzenorchestern, berühmte Orchester von Wien bis New

York reißen sich um den bei aller Berühmtheit sympathisch und bescheiden gebliebenen Kalifornier.

Als Solisten erleben wir Rafał Blechacz, den triumphalen Sieger beim Warschauer Chopin

Wettbewerb und Exklusiv Künstler der deutschen Grammophon Gesellschaft.

Das Japan Philharmonic Orchester gastiert am 7. April und gehört zu den bedeutendsten

fernöstlichen Orchestern. Es wird getragen von einer Woge der Begeisterung, einem jungen

interessierten Publikum und höchstem spieltechnischen Niveau. Das Orchester prägt das Musikleben

in Tokio seit der Gründung 1956 maßgeblich. Chefdirigent Pietari Inkinen formte das Orchester und

kann auf eine große Anzahl internationaler Erfolge verweisen. Als Gastdirigent leitet Inkinen u.a. die

Berliner Staatsoper und das Orchester der Mailänder Scala um nur wenige Orchester zu erwähnen.

(Programm: Beethoven, Takemitsu, Tschaikowsky)

Primadonna Edita Gruberova (hier mit Dirigent Frank Beermann) bringt im Februar 2019 im Regensburger Audimax „Schätze des Belcanto“ auf die Bühn. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Primadonna Edita Gruberova (hier mit Dirigent Frank Beermann) bringt im Februar 2019 im Regensburger Audimax „Schätze des Belcanto“ auf die Bühn. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Mit Star-Klarinettistin Sabine Meyer erleben wir am 8. Mai das berückend schöne, geradezu

legendäre Klarinetten Konzert von Mozart. Sein langsamer Satz wurde zur Erkennungsmelodie des

Oscar-gekrönten, ans Herz gehenden Films „Jenseits von Afrika“. Sabine Meyer ist neben Anne-

Sophie Mutter die berühmteste deutsche Klassik-Künstlerin. Sabine Meyer ist die „First Lady“ der

Klarinette. Ihr Spiel entfaltet sich in paradiesischer Schönheit, voller sublimer Nuancen, hauchzart und

herzerwärmend wachsen ihre Töne fast aus dem Nichts. (Programm mit dem Kammerorchester Basel unter Paul McCreesh:

Mozart und Tschaikowsky)

Eines der brillantesten und virtuosesten Orchester kommt am 20. Mai aus New York: das Orpheus Chamber Orchestra. Nach Regensburg

kommt das New Yorker Orchester mit einem wahren Senkrechtstarter der Klavierszene: Jan Lisiecki.

Er ist ein Sunnyboy, ein Sympathieträger, der die Herzen seines Publikums in Sturm erobert. Er ist

einer der neuen Stars der Klavierszene: „Der Spiegel“ nennt ihn kurz und bündig „ein Genie“.

(Programm: Mendelssohn: Klavierkonzerte, Beethoven u.a.)

„Sie ist Feuer und Eis, Leidenschaft und Vernunft in einer Person. Sie hat die künstlerische Reife der

ganz Großen“ schrieb „le Monde de la Musique“ über Hélène Grimaud. Kaum jemand erregte in den

letzten Jahren so sehr Interesse und Begeisterung des Publikums wie die faszinierende, vielschichtige

französische Star-Pianistin. Am 22. Mai wird sie das Publikum mit ihrer Kunst verzaubern.

Temperamentvoll, virtuos und mit einer verzaubernden Bühnenausstrahlung gesegnet schlägt sie das

Publikum in ihren Bann. Ihr Spiel ist zugleich überwältigend kraftvoll, leidenschaftlich und poetisch

ziseliert. (Werke von Chopin, Debussy bis Rachmaninow)

Karten unter Tel. (09 41) 2 96-0 00 sowie www.odeon-concerte.de

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