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Ottos Witz und drei Schicksale

Bücher Pustet holt preisgekrönte Schriftsteller nach Regensburg. So stellt Alex Capus seinen neuen Roman vor.
Benedikt Dietsch

Im Mai wird Otto Waalkes nach Regensburg kommen. Foto: H. Kaiser/dpa
Im Mai wird Otto Waalkes nach Regensburg kommen. Foto: H. Kaiser/dpa

Regensburg.Dass Recht und Gerechtigkeit oft nicht das Gleiche und schon gar nicht dasselbe sind, ist eine Binsenweisheit. Die Schriftstellerin Petra Morsbach hat einen Roman über die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, „über erregte, zynische, unverschämte, verblendete, verrückte, verwirrte und verzweifelte Rechtssuchende sowie überlastete, mehr oder weniger skrupulöse, kauzige, weise, verknöcherte und leidenschaftliche Richter“ (Verlagstext) geschrieben. Am 19. April stellt sie „Justizpalast“ in der Dreieinigkeitskirche in Regensburg vor. Das Buch, das mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, fand in viel positive Resonanz bei Lesern und Kritik. Heribert Prantl von der SZ, ausgebildeter Jurist, sagte sogar, er habe „nie einen literarischen Text gelesen, in dem über die Justiz und ihren Alltag so umfassend erfassend und so packend geschrieben wurde.“ Mehr als neun Jahre hat Petra Morsbach für ihr Buch recherchiert.

Fünf Tage später, am 24. April, gastiert Alex Capus im Auditorium Thon-Dittmer-Palais am Haidplatz. Der ehemalige Journalist stellt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Regensburg liest ein Buch“ seinen Roman „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ vor. Die drei Personen, die dem Buch ihren Namen geben, sind auch die Protagonisten des Romans. Capus versucht, den Lebensweg der drei historisch realen Persönlichkeiten zu verknüpfen: Der Pazifist Felix Bloch, der nach 1933 in den USA beim Bau der Atombombe hilft, Laura d’Oriano, die als Spionin hingerichtet wurde, und der Kunstfälscher Emile Gilliéron begegnen sich im Roman 1924 am Hauptbahnhof in Zürich. Von da an verwebt der Autor die Schicksale der drei Personen, indem er ihre Biografie mit fiktiven Elementen anreichert.

Den Abschluss des Frühjahr-Programms markiert eine Ikone des deutschen Humors: Komiker Otto Waalkes liest am 16. Mai bei Bücher Pustet aus seiner Autobiografie „Kleinhirn an alle“. In seinem Buch blickt der Musiker, Schauspieler, Regisseur und Komiker auf die 70 Jahre seines Lebens zurück, in denen er einiges erlebt hat. Der Wahl-Hamburger ist eine der prägenden Figuren der deutschen Unterhaltungsszene und hat so ziemlich jeden Preis bekommen, den es gibt. Dieses Jahr reiht sich noch eine weitere Auszeichnung in seine ohnehin schon umfassende Sammlung ein: Gerade wurde Otto Waalkes mit dem Bayerischen Kabarettpreis ausgezeichnet.

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