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Festival

Prächtig dargebotene Psalmvertonungen

Dresdener Kammerchor und Barockorchester interpretierten in der Regensburger Dreieinigkeitskirche Musik von Heinrich Schütz.
Von Andreas Meixner, MZ

Ein Höhepunkt bei den Tagen Alter Musik: das Konzert von Dresdner Kammerchor und Barockorchester in der Dreieinigkeitskirche Foto: altrofoto.de
Ein Höhepunkt bei den Tagen Alter Musik: das Konzert von Dresdner Kammerchor und Barockorchester in der Dreieinigkeitskirche Foto: altrofoto.de

Regensburg.Von Höhepunkten eines Festivals zu sprechen, ist immer schwierig. Im Falle des Konzerts mit dem Dresdner Kammerchor und dem Dresdner Barockorchester am Samstagabend unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann geht man dabei kein Risiko ein. Die Psalmen Davids von Heinrich Schütz entfalteten sich bei den Tagen Alter Musik in ihrer venezianischen Mehrchörigkeit von verschiedenen Position aus. In wechselnden instrumentalen und vokalen Besetzungen fanden die Psalmenvertonungen in der Dreieinigkeitskirche zu einer eindringlichen und prächtigen Darbietung, mal kammermusikalisch intim, dann wieder voller Jubel und Strahlkraft.

Ein Höhepunkt bei den Tagen Alter Musik: das Konzert von Dresdner Kammerchor und Barockorchester in der Dreieinigkeitskirche Foto: altrofoto.de
Ein Höhepunkt bei den Tagen Alter Musik: das Konzert von Dresdner Kammerchor und Barockorchester in der Dreieinigkeitskirche Foto: altrofoto.de

Das alles geschah auf dem fruchtbaren Boden eines exzellenten Ensembles, das in der Lage war, die plastische Darstellung der Psalmen in unterschiedlichsten Besetzungen bis ins Letzte auszuloten, ohne über die lange Strecke müde zu werden. Zudem gelang das mit einer hohen Textverständlichkeit, die das Textblatt überflüssig machte. Dazu gesellte sich als Favoritchor ein überragend gut besetzte Solistengruppe (darunter die Sopranistin Gerlinde Sämann, der Altus David Erler, Charles Daniels als Tenor und der Bassist Lisandro Abadie), die virtuos und expressiv ihre Soli zeichnete. Ebenso bestach die Balance in der Mehrchörigkeit und der Instrumentierung.

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Rademann hatte mit einem kraftvollen Dirigat alles im Griff, war mehr als nur ein Organisator und Einsatzgeber im großen Geflecht der Mehrchörigkeit. Es entstand eine dichte Atmosphäre bis in die letzte Ritze der Kirchenmauer, die in den prächtigen Psalm 136 „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich“ mit Trompeten und Posaunen als Fernchor fulminant mündete. Die Begeisterung war zurecht. Ein großer Abend.

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