MyMz

Konzert

Regensburg mag Österreich

Beim Konzert „I am from Austria“ ließ sich das Publikum vom Austro-Pop der letzten 30 Jahre mitreißen. Alle sangen mit.
von Angelika Lukesch

„I am from Austria“ live auf der Bühne beim Piazzafestival 2019 in Regensburg begeisterte. Foto: Jens Niering
„I am from Austria“ live auf der Bühne beim Piazzafestival 2019 in Regensburg begeisterte. Foto: Jens Niering

Regensburg.Österreich war am Mittwochabend ganz nah. Auf der Piazza im Gewerbepark erfüllte die Musik der Band mit dem sprechenden Namen „I am from Austria“ die Luft mit den bekanntesten Melodien und Rhythmen, die im Nachbarland entstanden sind und in Deutschland zu Megahits wurden.

So gesehen war eine ganze Menge Künstler zumindest geistig mit dabei: Rainhard Fendrich, Wolfgang Ambros, Ludwig Hirsch, STS, Falco, Peter Cornelius, die Erste Allgemeine Verunsicherung, Georg Danzer und wie sie alle heißen, die den österreichischen Schmäh drauf haben und ein Herz wie ein Bergwerk besitzen.

Hit auf Hit in den Achtzigern

Die sechsköpfige Band auf der Bühne verdankt ihren Erfolg mit der Show „I am from Austria“ ihrem eigenen Können und den Erfolgen anderer österreichischer Künstler, die vor allem in den achtziger Jahren Hit auf Hit veröffentlichten und damit dem amerikanischen Pop die Stirn boten.

Die Musiker der Show „I am from Austria“ haben es wirklich drauf, den individuellen Sound der vielen österreichischen Künstler, die im Laufe des Abends gecovert wurden, erklingen und lebendig werden zu lassen.

Man hörte Rainhard Fendrich regelrecht, wenn er „Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen?“ (1985) mit tiefer und leicht anrüchiger Stimme singt. Auch Peter Cornelius war sehr gegenwärtig, als die Band dessen Riesenhit „Du entschuldige, i kenn di“ (1980) intonierte.

Die Band

  • Mitglieder:

    Die Show „I am from Austria“ wird von einer sechsköpfigen Band aufgeführt: Peter „Schuddi“ Schuster (Gesang, Gitarre), Manuel Graumeier (Gesang, Gitarre), Robert Ertl (Schlagzeug), Mathias „Hias“ Rasch (Gesang Gitarre), Bernhard Schmied (E-Bass), Reiner Winterstetter (Akkordeon, Keyboard).

  • STS-Coverband:

    Ertl, Schuster, Rasch und Schmied bilden zusammen auch die STS-Coverband „Auf a Wort“.

Das Publikum sang alles mit

Die Zuhörer ließen sich mit großem Vergnügen in die mehr als bekannten, zum Teil fast schon zu Gassenhauern gewordenen Songs hineinfallen. Bei den meisten konnten die Austro-Pop-Fans jede einzelne Strophe mitsingen: Textsicherheit war auf der Piazza vollständig gegeben und so nimmt es nicht Wunder, dass die Band das Publikum auch immer wieder allein im Chor singen ließ.

Besonders von Rainhard Fendrich, dessen Heimat-Hymne „I am from Austria“ (1989) titelgebend für die Show war, gab es viel zu hören.

Die Show „I am from Austria“ verdankt ihren Erfolg dem Können der Band und den Hits österreichischer Künstler. Foto: Jens Niering
Die Show „I am from Austria“ verdankt ihren Erfolg dem Können der Band und den Hits österreichischer Künstler. Foto: Jens Niering

Natürlich erklangen die Superhits „Strada del sole“ (1981) und „Oben ohne“ (1982) sowie „Schickeria“ (1981). Nicht fehlen durfte „Weilst a Herz hast wia a Bergwerk“(1983), „Vü schöner is des G´fühl“ (1985) und „Es lebe der Sport“ (1982). Gerade der „Bergwerk-Song“ sei der meistgespielte Song auf Hochzeiten erklärte Bandmitglied Mathias „Hias“ Rasch.

Heiße Nacht auf der Piazza

Der Pseudo-Falco auf der Bühne schmetterte sein „Amadeus“ (1985) und „Out of the dark“ (1998) sowie „Jeanny“ (1985) in die Abendluft, während Bandmitglied Manuel Graumeier alias Ludwig Hirsch schmeichelte „Gel‘ du magst mi“ (1983)“. Als Leadsänger agierten vor allem Peter „Schuddi“ Schuster, der vor allem Rainhard Fendrich gekonnt nachahmte, und Manuel Graumeier, der Ludwig Hirsch (1946-2011) wieder aufleben ließ.

Als die Band die STS-Hits „Irgendwann bleib i dann dort“ (1985), „Fürstenfeld“ (1984) und „Großvater“ (1985) erklingen ließ, hüllte sich das Publikum mit Behagen in die bekannten Melodien ein. Beim STS-Song „Gö du bleibst heut Nacht bei mir“ (1985) begannen die ersten bereits, das Tanzbein zu schwingen. Richtig in Bewegung brachte die Band die 1000 Menschen auf der Piazza auch mit den Hits der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, wie „Märchenprinz“ (1985) und „Heiße Nächte in Palermo“ (1986).

Ein bisschen romantisch wurde es dann aber doch mit der Ballade „Weiße Pferde“ (1984) von Georg Danzer (1946-2007), das die Nacht mit Leidenschaft und Emotionen erfüllte.

Mit viel Applaus belohnt

Der nicht anwesende Wolfgang Ambros sang von „Der Blume aus dem Gemeindebau“ (1986) und später dann auch das berühmte „Zwickt‘s mi“ (1975). So viel Österreich an einem einzigen Abend gibt es selten, doch das Publikum wollte genau das und die Band gab es ihm mit Leidenschaftlichkeit, guter Laune und dem offensichtlichen Willen, die Fans aufs Beste zu unterhalten. Das Publikum lohnte die Mühen mit begeistertem Applaus.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht