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Regensburgs Erbe digital verfügbar

Mehr als 50 000 Bücher aus dem Bestand der Staatlichen Bibliothek Regensburg stehen online. Damit ist ein wichtiges Zwischenziel erreicht.

Dr. Bernhard Lübbers, Leiter der Staatlichen Bibliothek Regensburg: Die Digitalisierung des Bestands schont die Originale. Foto: altrofoto.de/MZ-Archiv

Regensburg.Seit Herbst 2012 digitalisiert die Staatliche Bibliothek Regensburg zusammen mit Google ihren urheberrechtsfreien Bestand. Nun wurde ein wichtiges Zwischenziel erreicht: Mehr als 50 000 Titel sind inzwischen online. „Damit sind wesentliche Teile des historisch gewachsenen Bibliotheksbestandes digital verfügbar“, sagte Bibliotheksleiter Bernhard Lübbers am Montag. „Jeder Interessierte kann die Bucher zu jeder beliebigen Zeit am eigenen PC, auf seinem Smartphone oder Tablet betrachten.“ Immerhin handle es sich bei dem Projekt um das zweitgrößte Digitalisierungsprojekt in Deutschland.

Bereits 2007 hatte die Bayerische Staatsbibliothek München ihre Kooperation mit Google bekanntgegeben. In die Zusammenarbeit wurde mit ausgewählten Beständen auch die Staatliche Bibliothek Regensburg einbezogen, die der Bayerischen Staatsbibliothek unmittelbar nachgeordnet ist. In der Institution an der Regensburger Gesandtenstraße ist man bestrebt, mittelfristig den gesamten urheberrechtsfreien Bestand digital anbieten zu können. Große Teile des gedruckten Erbe der ehemaligen Reichsstadt Regensburg werden damit weltweit sichtbar gemacht.

Die Digitalisate werden sowohl über die Digitalen Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek (http://www.digitale-sammlungen.de/) als unter anderem auch über den Online-Katalog der Staatlichen Bibliothek Regensburg (http://www.staatliche-bibliothek-regensburg.de/) abrufbar sein. Eine Einspeisung der Daten erfolgt ferner auch in die europäische digitale Bibliothek . „Europeana“ sowie in die Deutsche Digitale Bibliothek. Da künftig die Originale nicht mehr in jedem Fall benutzt werden müssen, trägt die Digitalisierungskooperation gleichzeitig zur Bestandsschonung bei.

Die Staatliche Bibliothek Regensburg zählt mit rund 360 000 Medien zu den großen kulturellen Institutionen in Regensburg und der Region. Gegründet 1816, fanden die Bibliotheken der Reichsstadt Regensburg sowie der geistlichen Institutionen, etwa die Büchersammlung des bedeutenden Reichsstiftes St. Emmeram, Eingang in das Haus an der Regensburger Gesandtenstraße. Heute ist die Bibliothek mit mehr als 100 000 Drucken mit Erscheinungsjahr vor 1830, zahlreichen Karten und Handschriften eine Schatzkammer des gedruckten Kulturerbes der Region.

Die Staatliche Bibliothek nimmt die Aufgabe als Archivbibliothek nach dem Bayerischen Pflichtstückegesetz für den Regierungsbezirk Oberpfalz wahr. Das heißt: Von jedem veröffentlichten Werk der Region wird ein Exemplar dauerhaft in der Staatlichen Bibliothek verwahrt und steht einer öffentlichen Nutzung zur Verfugung.

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