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Auftritt

Sinner wurden im Airport gefeiert

Die Rockband promotete ihr neues Album „Santa Muerte“.
Von Alois C. Braun

Tom Naumann und Georgia Colleluori begeistern die Fans. Foto: A. Braun
Tom Naumann und Georgia Colleluori begeistern die Fans. Foto: A. Braun

Regensburg.Mat Sinner ist ein Tausendsassa. Im Laufe seiner langjährigen Karriere war und ist er Teil der unterschiedlichsten Bands und Projekte. Auch als musikalischer Leiter und Musiker für „Rock Meets Classic“ ist er aktuell nicht aus der deutschen Rockszene wegzudenken. Im größeren Rahmen begonnen hat seine Karriere bereits 1982 mit der nach ihm benannten Band Sinner. Immer wieder reaktiviert er seitdem diese Hard-Rock-Formation – aktuell, um die neue CD „Santa Muerte“ zu promoten. Beim Konzert in Obertraubling feierten die Fans die Band schon ab dem ersten Ton von „Comin‘ Out Fighting“, sangen mit und sorgten für glückliche Gesichter bei den Musikern.

Alex Beyrodt (kurzfristig für den verhinderten hauptamtlichen Sinner-Gitarristen Alex Scholpp eingesprungen) und Tom Naumann sind eine Bank an den sechs Saiten. Beide sind auch seit Jahren auch bei „Rock Meets Classic“ in der Stammband. Egal, ob sie sich solistisch die Bälle zuspielten, mit Riffs ein fettes Fundament zimmerten oder mit zweistimmigen Parts überzeugten, da saß jeder Ton. Leider war der Sound recht breiig und die Gitarren wenig prägnant, so dass sie, vor allem bei den Soli, nicht die verdiente Präsenz im Ohr des Hörers entfalten konnten. Nichtsdestotrotz überzeugten auch Songs aus dem neuen Album, wie „Fiesta Y Copas“ oder „Lucky 13“.

Seit knapp einem Jahr ist Sängerin Georgia Colleluori in der Band. Sie tut dem Gesamtsound gut und überzeugte als Frontfrau mit ihrer Power und der kräftigen Stimme auch bei Titeln wie „Shine On“ oder „Bad Girl“. Letzterer stammt bereits aus dem Jahr 1985 und gehörte mit „Born To Rock“ und „Knife In My Heart“ zu den älteren Klassikern des Konzertes. Herausragend: „Death Letter“. Dieser Song startete bluesig als Duo, mit Colleluori am Mikro und Beyrodt an der Dobro-Gitarre. Hier konnte sich die Sängerin mit reduzierter Begleitung voll entfalten, bevor die gesamte Band einstieg und losrockte.

Schon früher hat Sinner mit der Bearbeitung fremder Songs überzeugt, etwa von „Beds Are Burning“ (Midnight Oil) auf dem Album „Respect“. In Obertraubling hatte die Band Billy Idols „Rebel Yell“ und, als Ende des regulären Sets, Led Zeppelins „Rock And Roll“ auf der Setlist. Beide Titel entfernten sich nicht zu weit vom Original, waren aber dennoch als Bearbeitung erkennbar und wurden als purer Hardrock gespielt. Die Besucher waren vollends aus dem Häuschen, nahmen das Mitsingangebot gerne und lautstark an. Mat Sinner und Teile seiner Band gibt’s in Regensburg auch am 15. März 2020 bei „Rock Meets Classic“ mit Künstlern wie Alice Cooper zu sehen.

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