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Kultur
Donnerstag, 19. Juli 2018 29° 1

Kunst

Streit um Lüpertz-Glasfenster

Der Künstler Markus Lüpertz hatte sich bereiterklärt, die Fenster der sanierungsbedürftigen Kirche St. Elisabeth in Bamberg zu gestalten.

Der bekannte Künstler Markus Lüpertz sollte in Bamberg für eine Kirche die Glasfenster gestalten. Doch dieses Vorhaben könnte nun scheitern. Foto: dpa

Bamberg.Der Plan klingt spektakulär, aber könnte schon wieder vor dem Aus stehen: Der bekannte Künstler Markus Lüpertz sollte in Bamberg für eine Kirche die Glasfenster gestalten. Doch Lüpertz habe am Dienstagabend eine Informationsveranstaltung sichtlich verärgert verlassen, sagte Pfarrer Hans Lyer am Mittwoch. Lüpertz hatte sich bereiterklärt, Fenster der sanierungsbedürftigen Kirche St. Elisabeth zu gestalten. Doch die von der Stadt vorgegebenen Bedingungen missfallen dem Künstler. Grundsätzlich sei Lüpertz noch an dem Projekt interessiert, sagte sein Referent Claus Otterbein, „aber nicht unter diesen Voraussetzungen“.

Laut Lyer, der eine Privatinitiative zur Finanzierung der Fenster mit angeschoben hatte, gibt es Unklarheiten, wie viele Fenster überhaupt gestaltet werden können. Zudem gibt es bei der Stadt die Überlegungen, aus Denkmalschutzgründen Weißglasfenster vor die dann künstlerisch gestalteten Fenster zu setzen. Lüpertz lehne dies ab. Die Stadt – sie ist Eigentümerin des Gotteshauses und deshalb verantwortlich für die Sanierung – zeigte sich weiter gesprächsbereit. „Man muss intensiv darüber reden“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Man halte es nach wie vor für eine „großartige Idee“, Kirchenfenster von Lüpertz gestalten zu lassen.

Vor der Kirche St. Elisabeth steht bereits die Lüpertz-Skulptur „Apoll“. Daraus habe sich die Idee der Fenstergestaltung entwickelt, erläuterte Lyer. Da die Stadt erklärt habe, kein Geld dafür bereitstellen zu können, habe sich die Privatinitiative gegründet, um das Kunstprojekt zu finanzieren. Auch nach dem Zoff am Dienstagabend hält Lyer es noch für möglich, dass bald Lüpertz-Fenster das Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert zieren. „Das Projekt ist für uns noch nicht gestorben.“ (dpa)

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