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Kultur
Mittwoch, 20. Juni 2018 30° 3

Kunst

Südseeboot schwebt ins Humboldt Forum

Die Bauphase neigt sich langsam dem Ende zu: Der erste Teilbereich des Humboldt Forums soll im Herbst 2019 in Betrieb gehen. Jetzt ist das erste Großprojekt angekommen.

Noch ist das Humboldt Forum eine Baustelle, aber ein ozeanisches Luf-Boot aus dem Ethnologischen Museum ist bereits eingetroffen. Foto: Soeren Stache
Noch ist das Humboldt Forum eine Baustelle, aber ein ozeanisches Luf-Boot aus dem Ethnologischen Museum ist bereits eingetroffen. Foto: Soeren Stache

Berlin.Als erstes Ausstellungsobjekt ist ein weltweit einzigartiges Südseeboot in das Humboldt Forum im Berliner Schloss eingezogen.

Eine eigens eingebaute Hebeanlage hievte die 16 Meter lange Holzkiste mit der wertvollen Fracht am Dienstagmorgen von der Eingangshalle in den Ausstellungssaal im ersten Stock. Dort waren extra zwei große Öffnungen in den Wänden freigelassen worden, um die Großobjekte aus dem Ethnologischen Museum einbringen zu können.

„Damit ist offensichtlich: Die Bauphase geht zu Ende. Der Kulturbetrieb steht - im wahrsten Sinne des Wortes - vor der Tür“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Durch den geplanten freien Eintritt für die Dauerausstellung werde das Haus ein breites Publikum anziehen.

Das Humboldt Forum direkt gegenüber der Museumsinsel soll von 2019 an ein großes Museums- und Kulturzentrum werden. Ausstellungsschwerpunkte sind die Sammlungen des Ethnologischen und das Asiatischen Museums, die bisher im Stadtteil Dahlem eher ein Schattendasein fristeten.

Nach Angaben von Bauvorstand Hans-Dieter Hegner wird die Rekonstruktion des Schlosses noch etwa ein Jahr dauern. Solange werden das Südseeboot und andere Großobjekte in ihrem Saal besonders geschützt und klimatisiert. „Es ist nicht trivial, unersetzliche und weltweit einmalige Kulturgüter auf einer Baustelle sicher zwischenzulagern“, sagte Hegner.

Hermann Parzinger, als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die Sammlungen verantwortlich, dankte den Beteiligten für das Gelingen der Aktion. „Nicht länger ist nur auf dem Papier zu lesen, was dieses neue kulturelle Stadtquartier im Herzen Berlins sein soll: Ein Ort, an dem sich die Welt besser verstehen lässt.“

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