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Tänzerin und Glaskünstler geehrt

Der Kulturpreis des Bezirks geht an Julia Leidhold und Bernhard Dagner. Auch der Rosenfriedhof Dietkirchen wurde ausgezeichnet.

Die Tänzerin Julia Leidhold erhält den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz.
Die Tänzerin Julia Leidhold erhält den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz. Foto: berli berlinski

REGENSBURG.Die Regensburger Tänzerin Julia Leidhold, der Glaskünstler Bernhard Dagner aus Krummennaab (Kreis Tirschenreuth) und der Rosenfriedhof Dietkirchen (Gemeinde Pilsach; Kreis Neumarkt) erhalten den diesjährigen Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz. Diese Entscheidungen fielen einstimmig in der Sitzung des Kulturausschusses des Bezirkstags im Freilandmuseum Oberpfalz in Neusath unter Vorsitz von Bezirkstagspräsident Franz Löffler. „Ich bin mit dem Ergebnis der Ausschreibungen sehr zufrieden – sowohl was Quantität, als auch was Qualität der Vorschläge betrifft. Dies zeigt, dass Kultur in der Region funktioniert“, sagte Löffler

Die Regensburger Tänzerin Julia Leidhold lebt und tanzt seit über 15 Jahren in der Oberpfalz und bereichert mit ihrem Können die regionale Tanzszene ungemein, so das Urteil der Jury. In ihren Solotanzperformances erzähle Leidhold immer kreative Geschichten, schlüpfe in selbstentworfene Charaktere und schaffe dabei eine neue, ganz einzigartige Erzählstimmung.

Im Bereich „Glaskunst“ geht der Kulturpreis des Bezirks an Bernhard Dagner aus Krummennaab, der mit seiner „Glasmalerei“ äußerst facettenreiche Kunstwerke schafft, für die er verschiedene Techniken wie Glasschneiden, Glasschleifen, Sandstrahlen oder Verkleben der Glasschichten verwendet. Bernhard Dagner identifiziere sich stark mit dem für die Oberpfalz typischen Werkstoff Glas und sei tief mit der Oberpfälzer Heimat verbunden, so die Jury-Begründung.

Der Rosenfriedhof Dietkirchen in der Gemeinde Pilsach ist Preisträger im Bereich „Friedhofskultur“. Die weitgehend einheitliche Gestaltung der Gräber mit handgeschmiedeten Eisenkreuzen, Grabbegrenzungen aus Natursteinen und der festgelegten Bepflanzung mit Tulpen und roten Rosen überzeugte die Juroren. Trotz des gleichförmigen Erscheinungsbilds des Friedhofs, der auch in die Denkmalliste eingetragen ist, sind die Kreuze individuell gestaltet. Die gesamte Pfarrgemeinde macht bei diesem besonderen Friedhof mit und kümmert sich – zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein – um die Instandhaltung. Alle drei Preisträger erhalten jeweils 3500 Euro Preisgeld.

Der mit 5000 Euro dotierte Denkmalpreis geht an das Bürger- und Handwerkerhaus am Marktplatz 23 in Pfreimd. Mit über 11000 Stunden Eigenleistung sanierte Familie Eichinger in den Jahren 2010 bis 2018 liebevoll das zentral im Ort gelegene Haus und schaffte „ein Schmuckstück“, so Bezirksheimatpfleger Dr. Appl.

Der Jugend-Kulturförderpreis 2020 geht im Bereich Soziokultur an die Arbeitsgemeinschaft „Mit und für geflüchtete Menschen“ der Realschule Obertraubling. Das seit 2015 bestehende Projekt schafft vielfältige Kontakte zwischen Schülern und geflüchteten Menschen. Das Preisgeld beträgt 1000 Euro. Im Bereich künstlerisch-ästhetisches Handeln haben Sava Chavdarov und Laura Rauenbusch aus Regensburg die Ausschreibung für sich entschieden und erhalten je 500 Euro für ihre musikalische Leistung in jungen Jahren. Im Bereich Soziokultur und künstlerisch-ästhetisches Handeln geht der Preis (1000 Euro) an das Kindertheater „Der kleine Drachenstich“ – aufgeführt vom Verein Historisches Kinderfest Furth im Wald.

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