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Kultur
Sonntag, 22. April 2018 27° 2

Waffen

US-Senatoren mit blutigen Händen

Künstler in New York malen waffenfreundliche Potikerinnen und Politiker. Mehr als 60 Arbeiten wurden am Samstag bei einer Auktion zum Verkauf angeboten. Die Arbeiten sollen deutlich machen, welche Senatoren und Abgeordnete Geld der Waffenlobby NRA annehmen.

  • Ein Porträt des US-Senators Pat Roberts, gemalt von der Künstlerin Rachel Foster. Foto: Johannes Schmitt-Tegge
  • Ein Porträt des US-Senators Pat Roberts, gemalt von der Künstlerin Rachel Foster. Foto: Johannes Schmitt-Tegge

New York.Eine Gruppe von Künstlern will US-Senatoren, die in der Regel gegen strengere Waffengesetze stimmen, mit drastischen Porträts unter Druck setzen.

Das „Senator Portrait Project“ zeigt Senatoren wie Ted Cruz, Tom Cotton, John McCain, Lindsey Graham und Mitch McConnell als teuflische Gestalten mit blutigen Händen und Sturmgewehren. „Ich habe dafür gestimmt, unser eigenes Volk zu töten“, steht auf dem Porträt einer grinsenden Susan Collins, der republikanischen Senatorin aus dem Bundesstaat Maine.

Die mehr als 60 Arbeiten wurden am Samstag in New York bei einer Auktion zum Verkauf angeboten. Die Versteigerung „Buy A Senator“ (Kauf' einen Senator) soll zeigen, welche Senatoren und Abgeordnete Geld der Waffenlobby NRA annehmen, welche Politikerstimmen nach Ansicht der Künstler also käuflich sind. „Die NRA weiß, wie leicht man einen Senator kaufen kann. Also wollten wir allen dieselbe Gelegenheit bieten“, sagte die Künstlerin Kim Sillen, die das Projekt ins Leben rief. Zum Verkauf stand auch eine Lederjacke mit dem Aufdruck „Fuck the NRA“ auf der Rückseite.

Den Aufruf an Künstler hatte die in New York lebende Sillen bereits nach dem Angriff auf einen Nachtclub in Orlando mit 49 Toten im Juni 2016 gestartet. Nach dem Massaker an einer High School in Parkland, Florida, mit 17 Toten im Februar kam nun die Idee zur Auktion. Der Erlös soll an einen Fonds für Opfer des Parkland-Angriffs gehen und an die Brady Campaign, die sich für stärkere Waffenkontrolle in den USA einsetzt.

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