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Dachau: Natur und Experiment

Zwischen 1887 und 1905 wird Dachau im Nordwesten von München durch Adolf Hölzel zu einem begehrten Künstlerort. Gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen Ludwig Dill und Arthur Langhammer begibt sich Hölzel im Dachauer Moos auf die Suche nach Bildmotiven. Die Künstlerfreunde entwickeln den so genannten „Neu-Dachauer-Stil“. Dieser zeichnet sich vor allem durch eine harmonische Gliederung der Bildfläche, eine gedämpfte Farbgebung und die zunehmende Abstraktion des Gegenständlichen aus. In seinen Studien untersucht Hölzel die Verteilung von Linie, Form und Farbe im Bild.

Er beschäftigt sich auch mit der Frage der Lichtführung und setzt sich mit der Wirkung von Helldunkelkontrasten auseinander. In der Reihe „Dachauer Moos“ thematisiert Hölzel Kreisformen und Farbabstufungen in der Landschaftsdarstellung. Die geometrischen Form- und Farbsetzungen bilden die Basis für künftige Bildstrukturen, nämlich die organische Verbindung von Flächen zu einer ausgewogenen Komposition. Viele junge Künstler kommen in dieser Zeit nach Dachau, um als Schüler von Hölzel, der als Pädagoge sehr geschätzt wird, die Grundlagen seiner theoretischen Untersuchungen zu erlernen.

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