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Die „Holländische Mode“

Die „Kartenlegerin“

Adolf Hölzels künstlerische Anfänge fallen in die späte Gründerzeit. 1876 bis 1882 besucht er die Akademie in München. In der „Komponierklasse“ von Wilhelm von Diez lernt er den Stil der „Holländischen Mode“. Hölzels Genre-Bilder der 1880er Jahre folgen dem konventionellen akademischen Malstil. Die „Kartenlegerin“ repräsentiert diesen Einfluss: Ein Mädchen in holländischer Tracht lehnt an einem Tisch und legt Karten. Nachdenklich blickt sie auf und hält die Karte Ass dem Betrachter entgegen. In dem Bild wird das technische Können des damals 33-jährigen Malers deutlich: Es zeigt sich in der Wiedergabe der stofflichen Qualitäten wie dem Glanz der Stiefeletten, der Schwere des Rockes, dem harten Kattun der Schürze, der Stofflichkeit des Kragens und der Haube. Die Farbgebung mit den Akzenten in Rotbraun, Blau-Rosa, Schwarz und Weiß taucht die Szene in eine schwermütige Atmosphäre. In diesem frühen Bild ist Hölzels Entwicklung zu einem Maler der Moderne noch nicht zu erkennen. Kunstforum Ostdeutsche Galerie

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