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Hölzels Schriftsockelkompositionen

Zeichnung mit Schrift. Um 1926 Bleistift auf Papier, 21 x 32,5 cmKunstforum Ostdeutsche Galerie, RegensburgFoto: Ausstellungskatalog

In Hölzels Nachlass findet sich eine Reihe von interessanten Blättern, in denen der Künstler verschiedene gezeichnete Formen und handgeschriebene Texte zu einem Gesamtbild verbindet. Auf diesen sogenannten „Schriftsockelkompositionen“ lassen sich neben lyrischen Versen auch Hölzels Reflexionen zur Kunst finden. Diese Papierarbeiten sind eine wichtige Quelle, um Hölzels theoretische Überlegungen, die er in nur wenigen Aufsätzen publiziert hat, zu erfassen. In der „Zeichnung mit Schrift“ hat der Künstler mehrere spiralenartige Liniengefüge mit wenigen Strichen zu schematischen Figuren ergänzt und dazwischen verschiedene Schriftzüge eingesetzt. Einer der Textabsätze liest sich wie ein Kommentar zu den Skizzen: „Es kommt eben immer darauf hinaus, dass die Phantasie des Schaffenden aus den vorhandenen und plötzlich entstandenen Linien und Flecken etwas herausliest und das vorhandene zu einem Ganzen fördert.“ Mit diesem Satz wird zugleich auch Hölzels Prozess der Bildfindung erfasst: Inspiriert durch seine Übungszeichnungen, arbeitet Hölzel aus den willkürlich entstandenen Formen eigenständige Bildkompositionen.

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