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Hölzels „Vielfigurenprisma“

„Wie in einem Kaleidoskop immer wieder neue Bilder entstehen, so könnenauch in den Bildern unzählige Varianten und Zusammenstellungen der vorhandenen Farben eintreten“, beobachtet Adolf Hölzel. Das Kaleidoskop bietet sich als Prinzip für seine künstlerischen Schaffensvorgänge geradezu an: Die prismatische Brechung von Farbe und Licht sowie die Verbindung von Form und Figur zu einem geometrischen Grundmuster vereinigen Zufall und Ordnung.

In Hölzels Bild „Vielfigurenprisma“ werden diese Merkmale besonders deutlich: Das Pastell erscheint von einem dreidimensionalen Liniengerüst durchzogen, das die Bildfläche in mehrere Ebenen auffächert und dynamisiert. Hier zeigt sich das Dreieck als zentrales Motiv. In dieser geometrischen Form taucht eine schematisch formulierte Figur in Rot und Blau auf. Durch zahlreiche Spiegelungen wird das Motiv von Figur und Form wie in einem Kaleidoskop vervielfacht. Auf diese Weise schaft Adolf Hölzel eine Komposition, die zwischen Figuration und Abstraktion changiert.

Dr. Gerhard Leistner

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