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„Mit Religion kann man nicht malen“

Heilige Ursula. 1914/15, Öl auf Leinwand, 125 x 110 cm (Kunstforum Ostdeutsche Galerie, RegensburgLeihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung, München)Foto: Ausstellungskatalog

In Hölzels Werk spielen christliche Themen eine zentrale Rolle. In diesen Bildern verbindet er traditionelle Darstellungsformen mit einer modernen Bildauffassung. Er greift auf kunsthistorische Traditionen zurück, die er in farbintensive, abstrakte Kompositionen transformiert. Hölzels Bilder wie z. B. das „Biblische Motiv“ oder die „Grüne Anbetung“ basieren in der Komposition auf dem traditionellen Gestus sich einander zuneigender Figuren.

Die Heilige Ursula, eine Legendenfigur aus dem 4. Jahrhundert und Schutzpatronin von Köln, beschäftigt Hölzel in sechs verschiedenen Bildern. In dem Gemälde von 1914/1915 versieht der Künstler die weibliche Figur mit einem Heiligenschein und setzt diese, von Engeln umgeben, ins Zentrum des Bildes. Das Schiff als traditionelles ikonografisches Attribut erscheint am unteren Bildrand. In der Gesamtdarstellung dominiert die Betonung der Farbe, der Fläche und der Form. Es geht Hölzel nicht um die konkrete Wiedergabe der Heiligenerzählung, sondern vor allem um die Vorstellung von sakraler Bedeutung. Die weitgehend abstrakte Darstellung wird durch eine symbolische Farbgebung in ihrer Bedeutung überhöht. Hölzel schafft ein eindrucksvolles Bild, das eine religiöse Sinnebene assoziiert.

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