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Vom Ölbild zur Glasmalerei

Fenster für das Treppenhaus der Firma J.F. Maercklin Stuttgart, 1933/34, Farbiges Glas mit Bleirutenfassung, 195 x 120 cmKunstmuseum Stuttgart, LeihgabeFoto: Ausstellungskatalog

In der zeitgenössischen Kunstkritik wird Adolf Hölzels Gemälde mit der Glasmalerei verglichen. Seinen ersten großen Glasfensterauftrag bekommt der Künstler im Jahr 1915 für den Konferenz- und Festsaal der Firma Bahlsen in Hannover. In der Regensburger Ausstellung ist Hölzels letztes Glasfenster, das er 1933 für das Treppenhaus der Stuttgarter Firma Maercklin entworfen hat, weitgehend in der Originalfassung zu sehen. Hölzels Prinzipien der Komposition und Farbgebung finden in der Technik der Glasmalerei eine adäquate Ausdrucksform. Wie in der Malerei dominieren in den Glasfenstern die farbintensiven und kontrastreichen Primär- und Sekundärfarben. Die mosaikartige Struktur besteht aus kleinteiligen bunten Segmenten, die durch eine schwarze Bleirutenfassung zusammengehalten werden. In der weitgehend ab-strakten Bildkomposition, in der runde und ovale Formen immer wieder aufscheinen, sind schemenhafte figürliche Elemente eingeschrieben. Die Lichtdurchlässigkeit des Materials (Glas) bringt die Leuchtkraft der Buntfarben zur vollen Entfaltung.

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