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Zeichnerisches Laboratorium

Abstraktes Stillleben. Um 1920Kreide und Graphit auf Papier36,2 x 21 cm, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, RegensburgFoto: Ausstellungskatalog

Im Jahr 1919 beendet Adolf Hölzel seine Lehrtätigkeit an der Stuttgarter Akademie und widmet sich intensiv der eigenen Arbeit. Die Ölmalerei tritt in den Hintergrund, er experimentiert nun verstärkt mit verschiedenen grafischen Techniken wie Tusche-, Aquarell-, Rötel-, Kreide- oder Pastellmalerei. Das kleinformatige „Abstrakte Stillleben“ gehört zu einer Serie von gleichnamigen Kreidezeichnungen aus der Zeit um 1920. Die Komposition erinnert an die traditionelle Darstellung eines Stilllebens mit Pflanzen. In der Zusammenstellung von einfarbigen und gemusterten Flächen geben sich die einzelnen Elemente als abstrakte Flächen in einem ornamentalen Gefüge zu erkennen. Der collageartige Bildaufbau und die unterschiedliche Farbgebung suggerieren den Eindruck von Räumlichkeit, in der die einzelnen Flächen optisch vor- und zurücktreten. In dieser abstrahierenden Darstellungsform zeigen Hölzels Kreidezeichnungen durchaus Parallelen zu den Werken von Picasso oder Braque, insbesondere was die Gattung Stillleben betrifft. Darüber hinaus öffnet Hölzel den Bildraum, indem er auch den Rahmen farbig bearbeitet und Bild und Rahmen als ein farblich stimmiges geschlossenes Ganzes präsentiert.Kunstforum Ostdeutsche Galerie

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