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Genuss für die Jüngsten

Katharina Sterl über „Es ist aus mit Has und Huhn!“
Von Katharina Sterl

„Es ist aus mit Has und Huhn!“ Die zwei Freunde haben sich wieder einmal in den Haaren und wollen getrennter Wege gehen. Dass dieser Satz in insgesamt drei der sechs Geschichtchen fällt, wirkt auf den Erwachsenen lächerlich, den Kindern im Durchschnittsalter von fünf jedoch gefiel die häufige Zankerei. Schließlich wissen wir alle, dass Has und Huhn sich ein paar Minuten später wieder vertragen und sich ein liebevolles Küsschen auf Mäulchen und Schnabel drücken werden. Leben eingehaucht wird den Plüschpuppen von Meisi von der Sonnau und Panos Papageorgiou, sie mit überdrehter Hühnerkrächze- und leihweise auch Verschnupfter-Ente-Stimme, er mit sympathischem Akzent und Erzählcharakter à la Großvater.

Die Bühne ist altmodisch vollgestellt mit einem eisernen Waschzuber, zwei dunklen Holztischchen, einem Spielzeugkinderwagen aus Holz, einem schnuckeligen Gitterpalais und allerhand Zubehör. Passend zur optischen Ausschmückung dieses Märchens im Sandmännchenstile, fallen selbst für die Ohren der Erwachsenen teilweise ausgediente Worte, die dem Sprachlaut etwas Besonderes geben. Schade nur, dass ab und an grammatikalische Fehler auftauchten, hier gab es für Kinder mehr Gelegenheit Sprache zu ver- als zu erlernen. Faszinierend für alle aber war ein Zaubertrick, nach dessen Vorstellung ein Raunen durch den Raum ging: „Wie hat er das gemacht?“

Das Stück ist inhaltlich und spieltechnisch ein Genuss für Kindergarteninsassen, Ältere werden sich vermutlich langweilen.

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