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Mops mit Flügeln

Marie-Christine Kröll über das Kinderstück „Adrian und Lavendel“
Von Marie-Christine Kröll

„Die Welt ist nur unzureichend auf die Begegnung mit etwas Wunderlichem vorbereitet“. Im Fall „Adrian und Lavendel“ von Andrea Maria Erl nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Albert Wendt, besteht das Wunderliche aus einem Mops mit Flügeln. Denn als der dicke Märchenschreiber Adrian eben diesen vor sich stehen sieht, ist er ganz schön verwundert, was das ungewöhnliche Geschöpf wohl sein mag.

Eigentlich heißt der Mops Lavendel-Regen Bogen und ist eine kleine zartgefügelte Dampfwalze, die das Leben des dicken Adrian mal gehörig aufmischt.

Das Abenteuer der beiden spielt auf einer schlichten Bühne, die jedoch mit vielen liebevollen Details gespickt ist und es den beiden Schauspielern (Panja-Kristin Rittweger und Robert Stephan) mit wenigen Hilfsmitteln ermöglicht, einerseits den Erzähler zu mimen und andererseits in verschiedene Rollen zu schlüpfen. So kennzeichnet Lavendel z. B. eine silberne Tröte, während der Nachbar nur aus einem Paar Gummistiefeln und Hut besteht. Eigentlich sehr gute Voraussetzungen für ein gelungenes Kinderstück. Andrea Maria Erl vom Theater Mummpitz schafft es jedoch nicht ihrer Inszenierung die nötige Spannung einzuhauchen und die Geschichte an einem roten Faden fortzustricken. Vielmehr reihen sich mehrere kleine Situationen aneinander, die nicht sehr gut miteinander in Verbindung gebracht werden und die Kinder zwischendurch ermüden lässt. Die wenigen komischen Momente des Stückes verleihen der Story leider auch nicht mehr Pepp, den es nötig gehabt hätte.

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