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Oder Argentinien

Armin Peterka über das Konversationsstück „Oder Argentinien“
Von Armin Peterka

Das Theater Hof zeigte zum Abschluss der 28. bayrischen Theatertage das Konversationsstück „Oder Argentinien“ und musste infolge des WM-Spiels unfreiwillige Komik hinnehmen.

Anne (herrlich kühl: Nina Machalz) und Johannes haben es geschafft, sie sind in der ersten Liga der Kunstszene angekommen und genießen einen hohen Lebensstandard. Als Annes Bekannte Margret nach einem längeren Argentinien-Aufenthalt mit ihrem Freund zurückkehrt, treffen sich die beiden Paare. Während Anne und ihr Mann mit ihrem Karriereleben zufrieden scheinen (Anne unterhält eine Beziehung zu einem anderen Mann), haben Margret und Johannes überraschende Neuigkeiten: Sie erwarten ein Kind. In den folgenden Szenen und Dialogen prallen Welten aufeinander - das eine Paar bevorzugt die Freiheit ohne Kinder, das andere sieht das Elternwerden als Vollendung. Was nun aber der bessere Weg ist, erfährt man, wie in der Realität, nicht.

Von den Darstellern kann einzig Nina Machalz überzeugen, die es versteht, die Gedankengänge von Anne ehrlich darzustellen. Die andern funktionieren dafür als Ensemble prächtig. Keiner verlässt je die Bühne und das Geschehen, nur den Lichtkegel. An der Bühnenkante sitzt Annes Affäre und spielt als Annes „Kind“ mit Bauklötzen. Alles in Allem ein leichter unterhaltsamer Abend und ein runder Abschluss der Theatertage.

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