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Editorial

Wissenschaft und Musik im Dialog

Zum 50-jährigen Jubiläum präsentiert die Universität Regensburg ihre Ensembles auf dem 36. Bayerischen Jazzweekend.
von Prof. Dr. Udo Hebel

Uni-Präsident Prof. Udo Hebel, hier beim Uni-Sommerfest 2015 mit der „CampusBlosn“, freut sich über die in der deutschen Hochschullandschaft einzigartige musikalische Vielfalt auf dem Campus der Universität Regensburg. Foto: Universität Regensburg
Uni-Präsident Prof. Udo Hebel, hier beim Uni-Sommerfest 2015 mit der „CampusBlosn“, freut sich über die in der deutschen Hochschullandschaft einzigartige musikalische Vielfalt auf dem Campus der Universität Regensburg. Foto: Universität Regensburg

Regensburg.Durch die Zeiten hindurch waren Wissenschaft und Kunst – und besonders auch Wissenschaft und Musik – eng miteinander verbunden. 50 Jahre nach Aufnahme des Vorlesungsbetriebs im Wintersemester 1967/68 zeichnet sich auch die Universität Regensburg durch eine florierende Campus-Kultur, zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und eine bunte Palette extrakurrikularer Aktivitäten aus, unter denen der Musik besondere Bedeutung zukommt.

Wenn Naturwissenschaftler neben Geistes- und Sozialwissenschaftlern musizieren und gemeinsam den Applaus des Publikums ernten, dann dient dies neben der ganz persönlichen Erfahrung des künstlerischen Erfolgs auch dem Sammeln fachübergreifender Erfahrungen und der Vermittlung wichtiger Schlüsselqualifikationen wie Projektorganisation, Verantwortungsbewusstsein, Team-, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.

Hier finden Sie das gesamte Programm des Bayerischen Jazzweekends in Regensburg 2017.

Das Uni Jazz Orchester (UJO) genießt internationale Bekanntheit. Foto: Archiv/ altrofoto.de
Das Uni Jazz Orchester (UJO) genießt internationale Bekanntheit. Foto: Archiv/ altrofoto.de

Mit zwei klassischen Orchestern, zwei Bigbands, einem Universitätschor, einem Barock-Ensemble, mehreren Kammerensembles, Bläser-Formationen und Jazz-Combos hat die Universität Regensburg in ihrem Jubiläumsjahr 2017/18 einen musikalischen Campus, der in dieser Vielfalt wohl einzigartig in der bayerischen und deutschen Hochschullandschaft ist und zu dessen festen Bestandteilen nicht zuletzt auch das Uni Jazz Orchester (UJO) zählt. Seitdem die Jazz-Formation auf dem JazzAscona-Festival 2013 das Rennen um den Publikumspreis für die beste Band gemacht hat, genießt sie auch überregionale, ja internationale Bekanntheit, unternimmt Konzerttourneen nach Italien und Brasilien und pflegt die Zusammenarbeit mit Gastmusikern aus aller Welt.

Lorenz Kellhuber dreimal auf dem 36. Bayerischen Jazzweekend

Im Herbst 2015 trat der international gefragte Pianist und Komponist Lorenz Kellhuber die Nachfolge von Christian Sommerer an und übernahm die Leitung des UJOs. Kellhuber ist Dozent an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik für Klavier und Jazzklavier und hat als Künstler selbst zahlreiche namhafte internationale Preise errungen. 2014 gewann er – als erster deutscher Musiker überhaupt – die Parmigiani Montreux Jazz Piano Solo Competition. Er ist Träger des Kulturförderpreises 2015 der Stadt Regensburg und war 2016 für den ECHO Jazz nominiert. Zahlreiche Festivals, wie das 49. Montreux Jazz Festival, das Jazzfestival Basel (Schweiz), das Getxo Jazzfestival (Spanien) oder das Alto Adige Jazzfestival (Italien), standen bereits auf seinem Tourplan. Auf dem 36. Bayerischen Jazzweekend wird Kellhuber gleich dreimal zu sehen sein: Solo, mit dem Uni Jazz Orchester sowie gemeinsam mit dem Jazzschlagzeuger Martin Schnabl, Mitarbeiter der Universität Regensburg.

Ebenfalls auf dem Jazzweekend: Anne Czichowsky und Marc Boettcher erinnern in einer Lesung an die Jazzsängerin Inge Brandenburg.

Ein weiterer gefragter Jazzpianist und -organist, Komponist und Arrangeur ist Dr. Andreas Kissenbeck. Der Alumnus der Universität Regensburg widmete sich vor seiner Promotion im Fach Musikwissenschaft in Würzburg dem Mathematikstudium in Regensburg – ein weiterer eindrucksvoller Beweis dafür, dass Wissenschaft und Kunst oft nahe beieinander liegen.

Universität Regensburg auf dem Jazzweekend gut vertreten

Heute spielt Kissenbeck gemeinsam mit Jazz-Größen wie Malcolm Duncan, Greg L. May, Benny Bailey, Bobby Shew, Jiggs Whigham, Tony Lakatos, Peter Weniger oder Torsten Goods auf diversen Festivals, Tourneen und Konzerten im In- und Ausland. 2002 erhielt er den Jazzpreis der Süddeutschen Zeitung, 2006 den „Next Generation“-Award der größten deutschen Jazzzeitschrift „Jazz Thing“. Auch dieser Ausnahmemusikermit Verbindung zur Universität Regensburg wird auf dem Jazzweekend zu hören sein.

Die Universität Regensburg freut sich, in ihrem 50. Jubiläumsjahr mit ihren Jazz-Ensembles auf dem 36. Bayerischen Jazzweekend so prominent vertreten zu sein. Feiern Sie gemeinsam mit uns 50 Jahre Universität Regensburg und freuen Sie sich auf die vor uns liegenden Jahre, wissenschaftlich und musikalisch.

Der Autor ist seit 2013 Präsident der Universität Regensburg. Seit 1998 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Amerikanistik.

Alle Meldungen rund um das Jazzweekend 2017 finden Sie hier.

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