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Literatur

Rat von Sara Paborn: „Beim Morden bitte langsam vorgehen“

Wie kann man verhindern, dass eine Ehe tödlich langweilig und aus Liebe Hass wird? Wenn das passiert, muss man handeln. Findet zumindest Irene, die ihren Mann schon seit annähernd 40 Jahren ertragen muss.

München.Das Böse kann so herrlich komisch sein. Schwarzen Humor vom Feinsten serviert Sara Paborn in ihrem Krimi „Beim Morden bitte langsam vorgehen“.

Der natürlich nicht ernstzunehmende „gute“ Rat der Schwedin hält allerdings auch Nachdenkenswertes parat: Wie kann man verhindern, dass eine Ehe tödlich langweilig und aus Liebe Hass wird? Wenn das passiert, muss man handeln. Jedenfalls nach Ansicht von Irene. Die Leute leben einfach zu lange, auch ihr Ehemann Horst. Fast 40 Jahre lang musste sie seine Sticheleien ertragen, seinen Egoismus, seine Trägheit und sein machohaftes Gebaren. Als Irene eines Tages auf dem Dachboden alte Bleibänder für den Saum ihrer Vorhänge findet, reift in ihr ein - ihrer Ansicht nach genialer - Plan.

Langsam, aber mit tödlicher Sicherheit nimmt Horsts Schicksal seinen Lauf - gleichermaßen wie Spaß und Nachdenklichkeit beim Leser. Ein wunderbarer Krimi mit Qualitäten eines surrealen Ratgebers, der vierte Roman der Schwedin und der erste davon, der ins Deutsche übersetzt wurde.

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