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Literatur

Erfinderinnen und Verbrecherinnen: „Kick-Ass Women“

Mackenzi Lee stellt 52 außergewöhnliche Frauen vor und blickt dabei über den eigenen Kuturpreis hinaus.

Berlin.Eine New Yorker Verbrecherkönigin, eine Panzerkommandeurin, eine Piratin der Weltmeere - das sind nur drei von 52 außergewöhnlichen Frauen, die Mackenzi Lee in ihrem Sammelband „Kick-Ass Women“ (etwa Superfrauen) vorstellt.

Bewusst wählt sie nicht die üblichen Vorzeigefrauen aus Politik und Kultur, sondern solche, die gegen den Strich gebürstet sind. Das sind neben Trendsetterinnen und Erfinderinnen eben auch Kriegerinnen, Spioninnen oder Verbrecherinnen. Zudem weitet sie den Blick auf andere Kulturkreise. So findet man in der Sammlung die aus Marokko stammende Piratenkönigin Sayyida Al-Hurra, die japanische Samurai-Witwe Mochizuki Chiyome, Lehrmeisterin von Ninja-Agentinnen, oder die indische Rebellin Lakshmibai.

Die Auswahl ist interessant, doch die Lektüre wird getrübt durch eine extrem flapsige, aufgesetzt wirkende Jugendsprache („Die Spanier waren damals echt Arschlöcher“). Offenbar hat man den ursprünglichen Blog eins zu eins in Buchform übertragen. Keine gute Idee.

- Mackenzi Lee: Kick-Ass Women. 52 wahre Heldinnen, Suhrkamp Verlag, Berlin, 174 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-518-46957-6.

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