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Literatur

Wegweisend: „Bauhaus-Frauen“

Künstlerinnen und Designerinnen hatten es vor 100 Jahren nicht leicht, sich gegen ihre männlichen Kollegen durchzusetzen. 21 ausführliche Einzelporträts erzählen davon.

München.Dieses Buch über „Bauhaus-Frauen“ erschien erstmals vor zehn Jahren, ist aber im Jubiläumsjahr der großen Kulturinstitution in einer wunderschönen aktualisierten und erweiterten Edition wieder auf dem Markt.

In klugen Texten und eindrucksvollen Bildern zeigt es den Aufbruch in die Moderne, den das Bauhaus für die jungen Künstlerinnen bedeutete, welche Hoffnungen sie damit verbanden, aber auch was für Enttäuschungen sie erwarteten. Denn viele mussten sich, anders als ihre männlichen Kollegen, am Ende doch wieder mit traditionellen Arbeitsgebieten wie dem Weben begnügen.

Neben übergreifenden Aufsätzen enthält das Buch auch 21 ausführliche Einzelporträts. Manche Künstlerinnen sind bekannt wie etwa die Malerin Dörte Helm oder Marianne Brandt, Schöpferin legendärer Design-Klassiker wie der kugelförmigen Teekanne oder der Messing-Hängelampe. Andere dagegen wie die vielfach begabte Ré Soupault mit ihrem schillernden filmreifen Leben gilt es wiederzuentdecken.

- Ulrike Müller: Bauhausfrauen. Meisterinnen in Kunst, Handwerk und Design, Elisabeth Sandmann Verlag, München, 168 Seiten, 38,95 Euro, ISBN 978-3-945543-57-3.

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