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Die Oscar-Gewinner stehen fest

Die Stimmen der 6000 Juroren sind ausgezählt. Doch erst am 2. März werden die Sieger feierlich verkündet. Deutsche Oscar-Anwärter sind schon vor Ort.

Die deutschen Kurzfilmer Max Lang (l.) und Jan Lachauer sind bereits in Los Angeles eingetroffen. Sie stellten dort ihr Werke vor und geben bis zur Gala noch zahlreiche Interviews. Foto. dpa

Los Angeles.Die Oscar-Gewinner stehen fest, nur kennt noch keiner ihre Namen: Bis zum Dienstagabend mussten die Stimmzettel der über 6000 Oscar-Juroren, darunter Regisseure, Schauspieler und andere Profis der Branche, in Beverly Hills eingetroffen sein.

Nach Angaben der Academy of Motion Picture Arts and Sciences werden nun Mitarbeiter der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers die Stimmen auszählen. Die streng gehüteten Ergebnisse in 24 Kategorien werden an diesem Sonntag in verschlossenen Umschlägen direkt zur Preis-Gala gebracht.

Junge deutsche Kurzfilmer dürfen hoffen

Der Weltraumthriller „Gravity“ und die Kriminalkomödie „American Hustle“ gehen diesmal mit je zehn Nominierungen als Favoriten ins Oscar-Rennen. Das Sklavendrama „12 Years a Slave“ folgt mit neun Gewinnchancen. Hollywoods Trophäen-Gala geht am 2. März zum 86. Mal über die Bühne.

Unterdessen sind die auch deutschen Oscar-Anwärter eingetroffen und absolvierten ihren ersten großen Auftritt im Blitzlichtgewitter: die Kurzfilmregisseure Max Lang (31) und Jan Lachauer (31). Damit gab es für die beiden Absolventen der Ludwigsburger Filmakademie in Hollywood schon einen Vorgeschmack auf die Trophäenverleihung. In der Nacht zum Mittwoch stellten alle nominierten Kurzfilmer ihre Werke im Oscar-Hauptquartier vor Hunderten Mitgliedern der Academy of Motion Picture Arts and Sciences vor.

Schon die zweite Nominierung für Max Lang

Das hat der in England lebende Max Lang in Hollywood schon einmal erlebt. Bereits vor drei Jahren war der Regisseur für den animierten Kurzfilm „The Gruffalo“ („Der Grüffelo“) nominiert. Jetzt haben er und Lachauer mit „Room on the Broom“ Chancen auf einen Oscar. Auch bei der zweiten Nominierung bleibt es spannend. „Ich sag immer, bleib ruhig, aber dann sind wir doch beide sehr aufgeregt“, sagte Lang der Nachrichtenagentur dpa.

„Room on the Broom“ – mit deutschem Titel „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“ – ist die Verfilmung eines englischen Kinderbuch- Bestsellers. Eine etwas schusselige Hexe nimmt eine Reihe Tiere auf ihrem Besen mit auf eine abenteuerliche Reise. Das britische Studio Magic Light Pictures steht als Produzent hinter dem halbstündigen Animationsfilm.

Zittern vor Aufregung – und Kälte

Bis zur Oscar-Gala haben die Kurzfilmer in Hollywood ein volles Programm. „Wir gehen mit dem Film auf Tour, fahren von einem Studio zum nächsten und geben viele Interviews“, erzählt Lachauer. „Aber wir sind auch hier, um die Nominierung zu feiern und einfach eine schöne Zeit zu haben.“

Auch die Wetterprognose für Los Angeles am Wochenende kann die Laune nicht trüben. Nach ungewöhnlich hohen Sommertemperaturen nimmt ein Regentief Kurs auf Kalifornien. „Wir hoffen, dass die Kälte relativ ist“, meint Lang. „Aus Deutschland und England sind wir ja einiges gewöhnt“.(dpa)

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