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Hammerfall

Hämmern für die Ehre

Hammerfall treffen den Nagel einmal mehr auf den Kopf: Mit "Dominion" erneuert die schwedische Heavy-Metal-Institution ihren Herrschaftsanspruch.

  • Hammerfall - Dominion Foto: Universal
  • Thor hätte sicher einige Freude an dieser Band: Hammerfall zeigen mit "Dominion", dass sie auch über 20 Jahre nach ihrem Debüt noch nichts von ihrer Kraft eingebüßt haben. Foto: Robert Tüchi

Wie schnell die Zeit vergeht, wird dem Musikfan immer dann bewusst, wenn mal wieder eine Jubiläumsauflage einer seiner Lieblingsplatten erscheint. "So lange ist das schon her?", dachte bestimmt auch der eine oder andere Metaller, als 2018 die "20 Year Anniversary Edition" von Hammerfalls "Legacy Of Kings" (1998) erschien. Gemeinsam mit dem Debüt "Glory To The Brave" (1997) zählt das Album zu dem bahnbrechenden Frühwerk der Band, das Fans bis heute verehren. In einem Jahrzehnt, in dem melodischer Heavy Metal nur ein Schattendasein führte, hauchten Hammerfall dem Genre neues Leben ein.

2019 sehen die Vorzeichen anders aus: Power-Metal-Gruppen wie Powerwolf und Sabaton erfreuen sich großer Beliebtheit, alte Metal-Haudegen wie Judas Priest oder Accept laufen zu neuer Hochform auf. Und Hammerfall? Seit dem irreführend betitelten Werk "(r)Evolution", das 2014 Platz vier in den deutschen Charts erreichte, und dem darauf folgenden Album "Built To Last" (2016, Platz acht) sind die Schweden so erfolgreich wie nie - vielleicht, weil sie sich nie verbiegen ließen. Auch mit "Dominion", dem neuen Werk, bleiben Hammerfall sich selbst treu.

Die Arrangements sind etwas ausgefeilter als damals in den 90-ern, die Klangmauern breiter, die Soli trickreicher. Aber was den Grundton angeht, hat sich im Vergleich zu den Anfängen nur wenig geändert. Der ebenso melodische wie harte Titeltrack vereint - trotz eher peinlichem Videoclip - sämtliche Tugenden der Band; die Ballade "Second To None" erinnert an die Zeiten von "Remember Yesterday" und "Glory To The Brave" - leider, ohne deren Qualität zu erreichen. Dafür sorgen jedoch andere Songs auf "Dominion" für Jubelstürme: Der flotte Opener "Never Forgive, Never Forget" beispielsweise, das stampfende Stück "Dead By Dawn" mit seiner "666"-Verbeugung in Metal-Tradition oder der epische Schlusstrack "And Yet I Smile" mit seinem aufmunternden, versöhnlichen Fazit: "In the end we only will regret the things we did not do". Am Ende ist "Dominion" eine weitere Demonstration der enormen Kraft, die in diesem Hammer steckt. Es geht um Herrschaft - und um die Ehre der schwedischen Hartwurst-Mucke, wie sie gemeinschaftsstiftend in "(We Make) Sweden Rock" verteidigt wird.

Hammerfall auf Tour:

30.01. Bremen, Aladin

31.01. Hamburg, Sporthalle

01.02. Osnabrück, Hydepark

02.02. Oberhausen, Turbinenhalle

06.02. Saarbrücken, Garage

07.02. München, Tonhalle

08.02. Kaufbeuren, All Kart Halle

11.02. Langen, Stadthalle

12.02. Leipzig, Werk 2

14.02. Bamberg, Brose Arena

15.02. Ludwigsburg, MHP Arena

23.02. Berlin, Huxleys

Alexander Diehl

Hammerfall - Dominion

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