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Musikfestival "Fusion"

Streit um Sicherheit und Kontrolle: Beliebtes Festival vor dem Aus?

Das Kulturfestival "Fusion" hat keine ausreichenden Sicherheitsstandards - laut Polizei. Sie will eine mobile Wache einführen. Die Veranstalter sind allerdings strikt dagegen.

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Steht das "Fusion"-Festival vor dem Aus? Die Veranstalter und die Polizei streiten sich über Sicherheitsstandards und eine mobile Wache (Symbolbild). Foto: Santiago Bluguermann / Getty Images

Steht das alternative Kulturfestival "Fusion" vor dem Aus? Die Polizei hat sich nicht mit dessen Sicherheitskonzept einverstanden erklärt. Laut einer Mitteilung auf der "Fusion Festival"-Internetseite begründet die Polizei dies mit "Misstrauen gegenüber dem Veranstalter" und "nichterfüllte Sicherheitsstandards". Nun entfachte ein Streit über eine mobile Wache auf dem Gelände.

Die Polizei forderte die Veranstalter dazu auf, die Sicherheit zu verbessern, denn es sei "eine Beteiligung politischer, in Teilen hoch gewaltbereiter Personen" zu erwarten, wie "Zeit Online" nach einem Schreiben des Polizeipräsidenten mitteilte. Die Polizei wolle eine mobile Wache auf dem Gelände einrichten, damit das Festival unter ständiger Kontrolle sei.

Das kommt für die Veranstalter nicht infrage: "Es ist ein Frontalangriff auf die Philosophie des Festivals und das, was uns hier vereint, nämlich die Freiheit, sein zu können, wie wir sein wollen: zwanglos und unkontrolliert." Nun starteten sie die Online-Petition "Für die Freiheit von Kunst und Kultur! Gegen anlasslose Polizeipräsenz auf friedlichen Kulturveranstaltungen". Über 53.500 Menschen haben diese bereits unterschrieben. Das Festival selbst findet laut Martin Eulenhaupt, dem Veranstalter des Festivals, dieses Jahr statt: "In diesem Jahr wird die Fusion stattfinden, sollten die Auflagen aber bestehen bleiben, sehe ich keine Zukunft für das Festival."

Das "Fusion Festival" ist ursprünglich unter dem Motto "Vier Tage Ferienkommunismus" von 26. bis 30. Juni geplant. Es findet seit 1997 auf einem ehemaligen russischen Militärflugplatz im mecklenburgischen Lärz statt und verbindet elektronische Musik mit kulturellen Angeboten wie Theater, Kino und Installationen. Die Tickets kosten 145 Euro. 2018 waren 70.000 Menschen zu dem Event erschienen.

teleschau

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