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Bonnie Tyler: Between The Earth And The Stars

Pop - EarMusic

  • Bonnie Tyler - Between The Earth And The Stars Foto: earMusic
  • Bei ihr stehen die Männer immer noch Schlange: Bonnie Tyler vereint auf "Between The Earth And The Stars" zahlreiche prominente Gastmusiker - diesmal durfte sie sogar ein Duett mit Rod Stewart singen. Foto: earMusic / Tina Korhonen

"Lost In France", so hieß der erste Hit von Bonnie Tyler. Noch heute taucht der 1976 erschienene Titel in den Playlists zahlreicher Radiostationen auf. David Mackay (Dusty Springfield, Cliff Richard) war damals einer der Produzenten. Durch seine Arbeit an Tylers ersten beiden Alben war er an den frühen Erfolgen der Waliserin entscheidend beteiligt. Jetzt, nach mehr als vier Dekaden, haben sich die beiden für "Between The Earth And The Stars" erneut zusammengetan.

Bei Bonnie Tylers stehen die Promis Schlange

Die Reunion bedeutet natürlich nicht, dass dieses 17. Album plötzlich wieder klingt wie Tylers Musik in den 70-ern. Die Sängerin macht einfach das, was sie schon immer am besten konnte: von bekannten Songwritern geschliffene Diamanten großartig interpretieren. Trotzdem ist hier und da der Spirit einer vergangenen Zeit zu spüren. Der Geist einer Ära ist präsent, in der sich ein Lied noch erlauben durfte, um seiner selbst willen zu existieren. Einer Ära, in der die Popwelt nicht in Genres, sondern in schlechte und gute Songs eingeteilt war.

Dass "Between The Earth And The Stars" vor allem gute Songs enthält, ist dem Umstand zu verdanken, dass die 67-jährige auch diesmal auf viele prominente Mitstreiter zählen kann. So steuerte Amy Wadge (Ed Sheeran) gleich drei Songs bei; das kuschelige Stück "Seven Waves Away" stammt von Barry Gibb; Cliff Richard mischt als Gesangspartner mit ("Taking Control"); Chris Norman schrieb den Titel "Battle Of The Sexes", der mit Tyler und Rod Stewart endlich das Traumpaar der Reibeisenstimmen zusammenführt - schade nur, dass die Nummer dann doch recht unscheinbar vorüberrockt. Sehr viel lebendiger wirkt da schon der Song "Someone's Rockin' Your Heart", bei dem die Dame des Hauses und ihr Gast Francis Rossi (Status Quo) viel gute Laune versprühen. Zu den Highlights gehört außerdem der Titel "Don't Push Your Luck", der mit Bläsern und starkem Groove freudig in Richtung Soul driftet.

Songs, die für sich stehen

Sicher: Wenn Bonnie Tyler demnächst wieder die Bühnen der Welt betritt (auch in Deutschland wird ausgiebig getourt), dann wird das Publikum insbesondere auf Hits wie "Total Eclipse Of The Heart", "It's A Heartache" und eben "Lost In France" warten. Ein bisschen Raum für die neuen Songs gibt es aber hoffentlich auch: "Between The Earth And The Stars" ist kein epochenverschleppender, schaler Aufguss einstiger Glanztaten, sondern eine zeitlose und geschickt arrangierte Kette von Mainstream-Perlen, die durchaus für sich selbst glänzen kann.

Bewertung: überzeugend

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