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Musik-Kritik
Freitag, 20. April 2018 27° 2

Hot Boogie Chillun: 18 Reasons To Rock'n'Roll

Rock'n'Roll - Internashville Recordings

  • Hot Boogie Chillun - 18 Reasons To Rock'n'Roll
  • Michael Frick (links), Sascha Vollmer (Mitte) und Roberto Bangrazi sind Hot Boogie Chillun. Foto: Erik Weiss

Bei "The Voice Of Germany" und "Sing meinen Song" zeigten sie sich vor allem von ihrer onkelhaft-charmanten und einfühlsamen Seite, in der eigenen Musik kamen zuletzt immer mehr Pop-Schnörkel dazu: Da könnte man fast vergessen, dass Sascha Vollmer und Alec Völkel von TheBossHoss eigentlich echte Rocker sind. Zumindest Vollmer möchte nun daran erinnern. Damals, vor TheBossHoss, gab es schon eine andere Band: Hot Boogie Chillun hieß sie, und ihr bislang letztes Album aus dem Jahr 2005 wird nun im großen Stil neu aufgelegt. Zu den ursprünglich 15 Titeln, die allesamt neu abgemischt wurden, kommen drei Bonustracks hinzu, in der Summe sind es jetzt also "18 Reasons To Rock'n'Roll".

So viel müssen auch die Skeptiker, die mit TheBossHoss wenig anfangen können, zugestehen: Was das Album im Titel verspricht, das hält es auch. Angelehnt an Johnny Cash und The Clash und aufgepeppt mit treibenden Rhythmen, zelebrieren die 18 Songs klassischen, leichtfüßigen Rock'n'Roll. Vollmers wiederentdecktes Frühwerk ist eingängig und ungefährlich, aber weit entfernt vom späteren BossHoss-Mainstream-Appeal. Stattdessen gibt's bei Hot Boogie Chillun noch ein bisschen Blues und sogar ein aufgekratztes Cover eines sehr alten Fleetwood-Mac-Songs ("Oh Well"). Es ist also wahr: Sascha Vollmer ist ein echter Rocker - oder zumindest war er mal einer.

Bewertung: überzeugend

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