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Mittwoch, 18. Juli 2018 30° 3

Nach Antisemitismus-Skandal: Farid Bang und Kollegah kündigen neues Album an

  • Nach dem Skandal um Echo, Antisemitismus und Co. kündigten Farid Bang (links) und Kollegah nun ein weiteres Album an. Foto: Andreas Rentz/Getty Images
  • Die Rapper Kollegah (links) und Farid Bang brachten mit ihrem Echo-Eklat das Antisemitismus-Thema ins Rollen. Foto: Andreas Rentz/Getty Images
  • Nachdem Campino sich zuvor geringschätzig über ihn und seinen Rapper-Kollegen Farid Bang geäußert hatte, revanchierte sich Kollegah mit einer Campino-Karikatur. Foto: Andreas Rentz/Getty Images

Auf den Skandal folgt die Vermarktung des Trubels: Farid Bang und Kollegah haben ein weiteres gemeinsames Album angekündigt. Ursprünglich hatten die beiden Rapper, die für ihre antisemitischen Lyrics in die Kritik geraten waren, eine Sonderedition des umstrittenen Albums "Jung, Brutal, Gutaussehend 3" veröffentlichen wollen. Das Projekt namens "Platin war gestern" besteht zwar weiterhin, wurde aber auf den 10. August verschoben und inhaltlich abgespeckt.

Darin enthalten sein sollte neben dem Original-Album eine EP namens "Älter Brutaler Skrupelloser", die nun zum eigenständigen Album erweitert wird: Anstatt der geplanten neun Tracks sollen 15 ihren Weg auf den Neuling finden, wie Farid Band und Kollegah in einem Video ankündigten. "Jetzt erst recht. Wir machen noch mal ein Killer-Album als krönenden Abschluss der ganzen Ära", drückte es Kollegah aus. Die ebenfalls als Beilage geplante "Nafri Trap EP" wolle man den Fans zur Entschädigung allerdings schon zum ursprünglichen Termin, ab Freitag, 29. Juni, zum Abruf auf Spotify zur Verfügung stellen.

Schon im Vorfeld der Echo-Preisverleihung hatte die Nominierung der beiden Gangsta-Rapper für Kritik gesorgt. Die tatsächliche Auszeichnung von Farid Bang und Kollegah sowie ihr Live-Auftritt sorgten dann für den Eklat. Der Skandal schlug riesige Wellen und gipfelte letztendlich sogar in der Abschaffung des Musikpreises in seiner jetzigen Form. Auf Einladung hatte das Duo, gegen das sogar Strafanzeige wegen Volksverhetzung erstattet wurde, im Juni die KZ-Gedenkstätte in Auschwitz besucht und Blumen niedergelegt.

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