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Oscar-Nominierung gekippt

Die Film-Akademie in Los Angeles hat den Song „Alone Yet Not Alone“ von der Liste der möglichen Preisträger genommen: wegen unlauterer Werbung.

Die begehrte Oscar-Trophäe: Vor der Vergabe am 2. März hat die Filmakademie jetzt einen Song ausgeschlossen. Foto: dpa-Archiv

Los Angeles. Seltener Widerruf einer Oscar-Nominierung: Die Film-Akademie in Los Angeles hat die Nominierung des Songs „Alone Yet Not Alone“ wegen unlauterer Werbung für ungültig erklärt. Das Lied von Komponist Bruce Broughton und Lyriker Dennis Spiegel sei von der Oscar-Vergabe am 2. März ausgeschlossen, teilte die Akademie am Mittwoch mit. Nur noch vier Songs seien im Rennen, darunter „The Moon Song“ von dem Film „Her“ und „Ordinary Love“ von dem Film „Der lange Weg zur Freiheit“.

Der Akademie-Vorstand hielt Broughton vor, er habe Kollegen in der Nominierungsphase via E-Mail auf seinen Song hingewiesen. Als ehemaliges Vorstandsmitglied und Ausschussvorsitzender habe er damit gegen die Regeln eines „fairen“ Wettbewerbs verstoßen.

Die Nominierung des Songs aus dem unbekannten, christlichen Film „Alone Yet Not Alone“ am 16. Januar hatte viele überrascht. Gesungen wird er von der querschnittsgelähmten Künstlerin und Autorin Joni Erickson Tada, die einen christlichen Verein leitet.

In der 86-jährigen Oscargeschichte seien nur wenige Nominierungen widerrufen worden, berichtete das Branchenblatt „Variety“. 1972 etwa zog die Akademie die Filmmusik von Nino Rota für „Der Pate“ zurück, weil große Teile des Soundtracks von einem früheren Film stammten. (dpa)

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