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Scorpions rocken die Schlossfestspiele

Der Stachel sticht noch: In Regensburg werden die Rock-Heroen wild und laut – sie haben aber auch leisere Töne drauf.
Von Marianne Sperb und Andrea Rieder, MZ

  • Die Scorpions live im Schloss: Die Band, die Rockgeschichte geschrieben hat, mischte am Samstagabend bei Thurn und Taxis auf. Foto: altrofoto.de
  • Ottfried Fischer, Scorpions-Fan, bei den Schlossfestspielen Foto: altrofoto.de

Regensburg.Die Scorpions spielen sonst vor Zigtausenden Besuchern, wie 2014 in Ungarn, wo sie vor 200 000 Besuchern auftraten, oder gerade auf ihrer gigantischen USA-Tour. Am Samstagabend mischten sie die Thurn und Taxis Schlossfestspiele auf, im vergleichsweise intimen Rahmen.

Gut 3000 Menschen bejubelten die „glorreichen Fünf“ der Rockgeschichte, ließen sich von giftigen Nummern aufstacheln, von treibendem Rock aufpeitschen – und von ihren ruhigeren Songs mittragen. Klaus Meine und Rudolf Schenker, die Väter der Band mit aktuell noch Matthias Jabs, Pawel Maciwoda und Mikkey Dee, lieferten eine energiegeladene Show ab und wurden vom Publikum stürmisch gefeiert – erst auf den Plätzen auf der Tribüne, dann tanzend direkt vor der Bühne.

Ein Video zum Auftritt der Scorpions sehen Sie hier!

Schlossfestspiele-TV: Rock im Castle

Schauspieler Ottfried Fischer („Der Bulle von Tölz“) sprang als einer der Ersten auf und rief in die Reihen hinter ihm, es ihm gleichzutun. Da gab es kein Halten mehr: Die Menschen stürmten nach vorn.

Die Scorpions sprachen Terror, Krieg und Anschläge, wie zuletzt die Morde von München, an: „Wenn wir sehen, was draußen abgeht, das macht uns traurig“, sagte Klaus Meine und leitete damit ihren Welthit ein. Mit „Wind of Change“ produzierte die Band 1989 die Hymne von Glasnost und Perestroika: „Für eine friedliche Welt.“

Ein Interview mit Rudolf Schenker von den Scorpions lesen Sie hier.

Nach gut zwei Stunden, in denen das Publikum das Dauernieseln ignoriert und ausgehalten hatte, ging die Show zu Ende. Meines Bilanz: „Das erste Mal eine Rockband hier im Schloss und wir checken aus, wie das geht. Und ich denke das geht gut, oder?“ Die Besucher jubelten – Test ganz offensichtlich bestanden.

Die Bilder des Abens sehen Sie hier:

Scorpions in Regensburg: Die Bilder des Abends

Vor dem Konzert gab es ein Riesenhallo im Davidshof von St. Emmeram, wo sich Gloria von Thurn und Taxis und Klaus Meine zum Exklusiv-Interview trafen: Schlossfestspiele-TV erzählten sie von ihrer langen Bekanntschaft.

Die Schlossfestspiele live und für alle: Details lesen Sie hier.

Anton „Judy“ Seutter von Loetzen, Regensburger Rockmusiker und Leiter der Akademie „House on the Rock“ sollte die Scorpions bereits am Samstagnachmittag bei sich zuhause treffen. Das Management der Band hatte der Aufnahme in die „Step of Fame“ zugesagt, in die Ruhmestreppe, auf der sich bisher etwa auch die französische Popsängerin Zaz und der legendäre Michael-Jackson-Produzent Quincy Jones verewigt haben. Der Act wurde dann kurzfristig abgesagt, wegen der Toten von München. „Alle hatten ein mulmiges Gefühl, wir haben die Sache erst mal verschoben“, erzählte „Judy“ Seutter kurz vor dem Konzert dem Team von Schlossfestspiele-TV.

Bei den Scorpions: Gloria von Thurn und Taxis mit ihrem Bruder Alexander von Schönburg, Autor und Mitglied der Bild-Chefredaktion
Bei den Scorpions: Gloria von Thurn und Taxis mit ihrem Bruder Alexander von Schönburg, Autor und Mitglied der Bild-Chefredaktion Foto. altrofoto.de

Weiterer Interviewpartner der Live-Sendung, einem neuen Format unserer Zeitung, war Jerry Auerswald aus Konstanz, einer der Gäste von Fürstin Gloria. Der Designer baut feine, extravagante Gitarren – unter anderem für Prince. Vor der Kamera erzählte er, wie es zu dem Geburtstagsgeschenk von Gloria an den (2016 verstorbenen) Pop-Giganten kam – und was Prince zu dem extravaganten weißen Instrument sagte.

Alle Nachrichten zu den Schlossfestspielen 2016 finden Sie hier.

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