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Schlossfestspiele

Revolverheld kritisieren Fürstin Gloria

Revolverheld spielten bei den Schlossfestspielen in Regensburg. Sänger Johannes Strate gab am Ende ein Statement ab.

Revolverheld-Sänger Johannes Strate äußerte am Ende des Konzerts in Regensburg deutliche Kritik an Gloria von Thurn und Taxis. Foto: Altrofoto.de
Revolverheld-Sänger Johannes Strate äußerte am Ende des Konzerts in Regensburg deutliche Kritik an Gloria von Thurn und Taxis. Foto: Altrofoto.de

Regensburg.Bei den Regensburger Schlossfestspielen trat am Sonntag die Hamburger Band Revolverheld auf und beendete das Konzert mit deutlicher Kritik an der Gastgeberin Gloria von Thurn und Taxis. Sänger Johannes Strate sagte: „Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen.“

Konzert in Regensburg im Vorfeld kontrovers diskutiert

Der Auftritt in Regensburg sei in der Band im Vorfeld kontrovers diskutiert worden. Dann setzte Strate zu einem Statement über Nächstenliebe an. Nächstenliebe bedeute für Revolverheld, Menschen – egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion – offen zu empfangen „und nicht elendig im Mittelmeer verrecken zu lassen“.

„Seenotrettung ist kein Verbrechen“, sagte Strate und erntete dafür bei Teilen des Publikum Applaus. Nächstenliebe bedeute auch, so Strate weiter, den Missbrauch in der katholischen Kirche nicht zu bagatellisieren, „sondern dass wir die Opfer ernst nehmen“.

Zum Schluss spielte Strate noch auf ein mutmaßliches Treffen zwischen dem ehemaligen Chefstrategen von US-Präsident Trump, Steve Bannon, und Gloria von Thurn und Taxis an. Nächstenliebe bedeute für Revolverheld auch, einem „lupenreinen Rassisten“ wie Bannon keine Plattform zu bieten, sondern ihm mit Liebe entgegenzutreten.

Gloria: „Ein Missverständnis“

Die Hausherrin mischte sich zwar vor Beginn des Konzerts unter die Gäste, war während des Konzerts aber nicht anwesend. Auf Anfrage der Mittelbayerischen sagte Gloria von Thurn und Taxis nach der Veranstaltung, sie halte das Ganze für ein Missverständnis. „Ich denke, dass sie sich auf das beziehen, was sie in der Zeitung lesen, und wahrscheinlich hat die Zeitung wie immer übertrieben.“ Die Frage, ob sie eine derartige Kritik treffe, verneinte sie. Und weiter: „Ich glaube, wenn wir uns unterhalten würden, wir wären alle einer Meinung.“

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❤️Gut gemacht. #revolverheld

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Auf der Facebookseite der Mittelbayerischen wurde das Revolverheld-Statement am Morgen kontrovers diskutiert. „Da stellt man sich die Frage, warum sie hier aufgetreten sind. Vielleicht spenden sie die Einnahmen für diese Zwecke?“, heißt es in einem der Kommentare. Ein Anderer verweist auf den Applaus im Publikum. Auch in Regensburg gebe es „vernünftige Leute, die dort auf ein Konzert gehen, weil ihnen der Künstler gefällt“, nicht aber die Ansichten der „angeheirateten Schlossdame“.

Die Ereignisse des Abends können Sie im NewsBlog nachlesen. Dort finden Sie auch eine Aufnahme von Strates Statement:

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Revolverheld bei den Schlossfestspielen

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