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Lernen mit allen Sinnen

Thomas Stoettner ist ein virtuoser Pianist und in ganz Europa unterwegs. Jetzt gibt er sein Wissen auch den Neumarktern weiter.
Von Helma Fuchs

Neumarkt. Thomas Stoettner ist ein ruhiger Mensch. Er wirkt eher bescheiden und zurückhaltend, wartet ab, geht auf sein Gegenüber ein und ist dabei immer freundlich und zuvorkommend. Überheblichkeit und Arroganz sind Begriffe, die ihm fremd scheinen. Dabei hat er allen Grund stolz auf das zu sein, was er in seinem Leben erreicht hat. Er gibt Konzerte in ganz Europa. Hier vereinen sich Intelligenz und Virtuosität. Seit zwei Jahren lebt Stoettner in Neumarkt und er fühlt sich in der Oberpfalz sehr wohl.

Bis zu acht Stunden am Tag hat Thomas Stoettner in den vergangenen Jahren am Flügel verbracht. Wenn er in die Tasten greift, scheint er mit seinem Instrument zu verschmelzen. Auch der Zuhörer vergisst schnell die Welt um sich herum.

Studium in Paris

Die musikalische Ausbildung von Thomas Stoettner begann mit acht Jahren. Dass ihm die Musik in die Wiege gelegt wurde, würde er nicht behaupten. Abgesehen von etwas Hausmusik bei den üblichen Festen, wurde in der Familie nicht musiziert. „Jedes Kind in der Familie sollte aber ein Instrument lernen und für mich stand sofort fest: Es muss Klavier sein.“

Thomas Stoettner stammt aus Oberbayern. In München besuchte er das Pestalozzigymnasium und vier Jahr war er beim Tölzer Knabenchor aktiv. Sein Studium absolvierte Stoettner in Paris. Drei Jahre waren für Studien bei Peter Feuchtwanger in London reserviert. Bis heute steht Thomas Stoettner im engen Kontakt zu dem weltweit bekannten Klavierpädagogen. Auch besuchte er Meisterkurse bei namhaften Pianisten und holte sich wichtige Impulse bei Schülern von Alfred Cortot, Edwin Fischer und Walter Gieseking.

Was ihm besonders am Herzen liegt, ist die Weitergabe seines Könnens. Er sieht den Musikunterricht als kulturelle Basis im Miteinander der Menschen. In unserer lauten Zeit sei eines wichtig: „Die Freude am Hören“. Dass klassische Konzerte nicht so schillernd sind und bei der breiten Masse hinter den „Popstars“ zurückstehen müssen ist ihm bewusst, doch: „Klavierspielen fördert die Konzentration, man benötigt Bewegunglichkeit und Koordination und beansprucht auch die feinsten Nerven.“ Ganz abgesehen davon, dass längst erwiesen ist, dass das Spielen eines Instruments das Denkvermögen steigert. Seine Schüler erreichen in kürzester Zeit ungewohnte Fortschritte und Erfolge dank des effektiven und überaus kreativen Unterrichts und einem intuitiven Wissen um die richtige Anwendung wirkungsvoller Unterrichtsmethoden.

Musikunterricht

Schon 1996 begann Thomas Stoettner mit seiner Unterrichtstätigkeit für Musikschulen und Vereine. Er assistierte bei Meisterkursen für Klavier, unterrichtete in London und war Dozent bei Klavierkursen.

„Ich möchte Leute fördern und biete eine ‚runde Musikausbildung‘“. Was man braucht, um mit dem Klavier zu beginnen ist in erster Linie ein gutes Rhythmus-Gefühl. „Man muss das Auf und Ab und den Puls spüren“, sagt Stoettner.

Wer neugierig geworden ist, kann sich direkt an den Neumarkter wenden. Er ist unter Telefon (0176) 64854030 zu erreichen. Auch darf man sich bereits jetzt auf den Herbst freuen. Dann wird der Pianist sein erstes Konzert in Neumarkt geben. Neumarkt darf sich freuen, so einen Menschen als Bürger zu haben.

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